Amine Harit kämpft um seine Zukunft auf Schalke. Der Marokkaner, der bereits vor der jüngsten Ansage von Domenico Tedesco als Streichkandidat für den Januar galt, arbeitet derzeit an seinen Defiziten, um den Trainer sowie Sport-Vorstand Christian Heidel noch einmal zum Nachdenken anzuregen, denn: Trotz des Interesses zweier Vereine will der 21-Jährige laut ​Bild weiterhin bei Königsblau bleiben.  


Dass Amine Harit den FC Schalke theoretisch verlassen darf, sorgte bei vielen zunächst für Kopfschütteln. Der offensive Mittelfeldspieler gehörte zu den aufsteigenden Sternen der vergangenen Saison und deutete auch bei der Weltmeisterschaft im Sommer sein großes Potenzial an, doch zuletzt ging es vor allem neben dem Platz bergab.


Schon nach der WM sorgte er mit einem Autounfall in seiner marokkanischen Heimat für Aufsehen. Während er in dieser Phase die volle Unterstützung vom Verein erhielt, führte sein Lebensstil wiederholt für Negativschlagzeilen: Sei es der Wirbel um ​Casino-Aufenthalte oder Berichte über eine Party-Nacht nach der 1:3-Niederlage der Schalker in der Champions League beim FC Porto.


Gerade weil sich beim Vizemeister in der abgelaufenen Hinrunde zu vieles in die falsche Richtung entwickelte, würde man Harit bei einem passenden Angebot ziehen lassen. Vor wenigen Tagen gab Tedesco den letzten Warnschuss für den 21-Jährigen ab und appellierte an dessen Haltung: "Er muss zeigen, dass er Reife hat, dass er Profi ist. Wenn Amine fit ist, dann ist er eine wichtige Option. Aber es gehört mehr dazu als Talent" (via ​Bild).

Domenico Tedesco,Amine Harit

   Klare Kante: Domenico Tedesco will Amine Harits Ausrutscher neben dem Platz nicht länger dulden


Tedesco wolle Talente wie Harit fördern, doch er müsse das Gefühl haben, dass der Spieler bereit ist, seiner Entwicklung alles unterzuordnen. "Wenn eine der zwei Parteien nicht will, wird’s schwierig", so der Trainer, der in den vergangenen Tagen eine positive Wendung feststellen durfte.


Denn Harit, der das Interesse von Olympique Lyon und dem SSC Neapel auf sich gezogen haben soll, wirke gewillt, sich zu verbessern: "Er war pünktlich und arbeitet an seinen Defiziten", resümiert Tedesco, der sich damit noch nicht zufrieden geben will. "Wichtig ist, dass es keine Phase sondern ein Dauerzustand ist."


Harit wird auf dem Boden bleiben müssen, kann sich kaum eine weitere Eskapade erlauben. Der Kreativgeist muss sich wieder auf sein Talent im Fußball besinnen und alles daran setzen, gemeinsam mit seinen Mitspielern den Umschwung auf Schalke zu schaffen. Andernfalls könnte es unter Umständen seine letzte Halbserie in Königsblau werden, denn Unruheherde sind von den Verantwortlichen alles andere als erwünscht.