Seit anderthalb Jahren ist Lucas Alario nun bei ​Bayer Leverkusen, so gänzlich angekommen scheint der Argentinier am Rhein hingegen nicht. Nach einer ordentlichen ersten Saison stagniert der 26-Jährige aktuell und scheint sich mit Wechselgedanken zu beschäftigen. Aus der spanischen Liga gibt es mit Real Betis zudem einen Kaufinteressenten, Sportdirektor Simon Rolfes und Bayer-Geschäftsführer Rudi Völler aber äußern sich deutlich.


Nach neun Toren in seiner Debütsaison bei 23 Spielen konnte Lucas Alario bei Bayer Leverkusen zufrieden sein. Allerdings scheint er sich zu sehr darauf ausgeruht zu haben, denn in dieser Spielzeit ist er längst nicht mehr so treffsicher, wie im vergangenen Jahr. In dieser Saison kommt er bei 15 Bundesliga-Einsätzen auf zwei Treffer. Daher wächst die Unzufriedenheit beim Argentinier.


Zudem gibt es einen ernsthaften Interessenten aus Spanien für den Angreifer. So soll Real Betis Alario zunächst bis 2020 ausleihen wollen, und bei möglicher Kaufoption ihn auch verpflichten wollen. Gegen ein solches Szenario sprachen sich Bayers Sportdirektor Simon Rolfes und Geschäftsführer Rudi Völler aber vehement aus.

Im kicker heißt es dazu von Völler: "Nach dem Bayern-Spiel haben wir eine englische Woche nach der anderen. Da gibt es keine Diskussion. Dafür ist Lucas viel zu wichtig." Und auch Rolfes stimmt in den Kanon mit ein. "Wir brauchen Lucas in der Rückserie. Da machen wir jetzt nichts." So wird sich Alario, der in der Europa League immerhin etwas Treffsicherheit beweisen konnte, weiter beim Werksklub durchbeißen müssen.


Zumal er für das internationale Geschäft ja durchaus ein Näschen hat und damit eine echte Alternative im Kader vom neuen Trainer Peter Bosz darstellt. Denn in fünf Spielen schoss der Argentinier in diesem Wettbewerb vier Treffer. Zwar jeweils zweimal in der Gruppenphase gegen Larnaka, dennoch soll der Wettbewerb keineswegs hergeschenkt werden aus Bayer-Sicht. Schließlich ist es nach der Niederlage gegen ​Gladbach am vergangenen Wochenende so sicher nicht, auch im nächsten Herbst wieder international spielen zu können.