Im vergangenen Sommer brach ​Nationalspieler Leon Goretzka seine Zelte beim ​FC Schalke 04 ab und wagte den Sprung zum ​FC Bayern München. Beim deutschen Rekordmeister machte der Mittelfeldspieler bislang durchaus eine gute Figur. Nach gut einem halben Jahr in München zieht der 23-Jährige ein positives Zwischenfazit.


"Es gibt viele Spieler, die in ihrem ersten Jahr bei Bayern ein paar Probleme haben. Weil es eine große Umstellung ist", erklärte Goretzka im Interview mit dem kicker. "Ich glaube, dass ich das ganz gut hinbekommen habe - mit vielen Startelfeinsätzen und Minuten, obwohl wir anfangs viel rotiert haben." 


In der laufenden Saison bestritt der Ex-Schalker insgesamt 23 Pflichtspiele, in denen er an sieben Treffern (vier Tore/drei Vorlagen) direkt beteiligt war. Seit Mitte November ist der Nationalspieler fester Bestandteil der Anfangsformation. "Das sehe ich als eine gute Leistung", so Goretzka. 

Das Vertrauen von ​Cheftrainer Niko Kovac zahlte der variabel einsetzbare Mittelfeldspieler meist mit guten Auftritten zurück. Am vergangenen Spieltag lieferte Goretzka, der erstmals auf der Zehner-Position auflaufen durfte, seine bislang beste Saisonleistung ab. Mit einem Doppelpack legte der gebürtige Bochumer den Grundstein für den 3:1-Auswärtssieg in Hoffenheim. Der Sommer-Neuzugang strotzt nicht nur dank solcher Vorstellungen vor Selbstvertrauen. 


"Ein Problem mit meinem Selbstbewusstsein hatte ich noch nie", betonte der Rechtsfuß. "Ich bin ja schon sehr früh ins Profigeschäft gerutscht und beim ​VfL Bochum in eine Rolle geschlüpft, die ich vom Alter und von der Erfahrung her nicht zwingend notwendig hatte." Es stehe außer Frage, dass man "eine breite Brust braucht, um bei Bayern zu spielen".