Viele Fachblätter und Zeitungen hatten es schon vorhergesagt. Nachdem jetzt offiziell vermeldet wurde, dass der FC Chelsea Gonzalo Higuain (31) von Juventus (zuvor an den AC Milan ausgeliehen) verpflichtet hat, wird das große Stürmerkarussell in Europa endgültig angeworfen. 


Die Eckdaten des Higuain-Transfers: die Nordlondoner zahlen den Norditalienern für ein halbes Jahr Leihe 9 Millionen Euro. Danach haben sie die Erstoption auf a) eine weitere Leihe von einem Jahr, die sie weitere 18 Millionen kosten würde oder b) einen definitiven Kauf. In diesem Fall wären dann 36 Millionen Euro fällig. 

Und Milan hat sogar schon einen Ersatz gefunden: ​Krzysztof Piatek, 23-jähriger polnischer Stürmer in Diensten von CFC Genua wechselt per sofort für 35 Millionen von Liguriens Hauptstadt in die lombardische Metropole. 


Die Italiener suchen dafür bei Real Betis nach einem Ersatz: Antonio Sanabria hat es den Hafenstädtern angetan. Die Spanier wiederum liebäugeln als Ersatz mit dem Leverkusener Lucas Alario.


Und in London? Da wird nach Higuains Ankunft ein anderer wohl seine Koffer packen. Es gilt als ausgemacht, dass Alvaro Morata (26) zurück in seine spanische Heimat geht. Und zwar nach Madrid. Aber nicht zu Real (da hatte er es ja schon zweimal versucht und, trotz ansprechender Bilanz nicht geschafft), sondern zu dessen Lokalrivalen Atletico Madrid. 


Das wiederum könnte das Aus von Nikola Kalinic (31) bei den Colchoneros bedeuten. Der kam zwar erst im vergangenen Jahr (kurioserweise vom AC Mailand), konnte sich aber nicht nachhaltig beim spanischen Vize-Meister durchsetzen. Und auch für Kalinic scheint sich schon eine neue Tür geöffnet zu haben: ​Schalke 04 soll angeblich an seiner Verpflichtung interessiert sein


Man sieht schon: alles hängt irgendwie mit allem zusammen. Und die ganz großen Transfers, das heißt die, bei denen es um dreistellige Millionenbeträge geht, stehen noch gar nicht zur Debatte. Hazard von Chelsea zu Real, Coutinho von Barca zurück nach Liverpool, Neymar zurück nach Barcelona - allesamt Gerüchte, die sich schon seit längerer Zeit halten. Und bekanntlich steckt ja in jedem Gerücht immer auch ein Körnchen Wahrheit. Seien wir also gespannt, was noch bis zum 31. Januar passieren wird. Das große Karussell ist jedenfalls gerade in Schwung gekommen. ​