Die Posse zwischen Adrien Rabiot und Paris St. Germain geht in die nächste Runde. Nachdem der Mittelfeldspieler, der nach der gescheiterten Vertragsverlängerung nicht mehr für den Kader der ersten Mannschaft berücksichtigt wird, kürzlich aus dem Mannschaftstraining ausgeschlossen wurde, klagte sich der 23-Jährige nun wieder zurück.


Dass Rabiot die Pariser im Sommer nach neun Jahren verlassen will, stößt dem stolzen Scheich-Klub sauer auf. Umgehend wurde er von den Verantwortlichen bestraft, weswegen Sportdirektor Antero Henrique im Dezember verkündete, den sechsfachen Nationalspieler für "unbestimmte Zeit auf die Bank" zu setzen (via kicker).   


Den "mangelnden Respekt", dem Rabiot immer wieder vorgeworfen wird, bekam er von Vereinsseite aus weiterhin zu spüren. Seit einigen Tagen durfte er nur noch mit der Reserve trainieren, was laut den Statuten allerdings nicht gestattet ist. Wie die französische Nachrichtenagentur AFP vermeldet, berufe sich Rabiot daher auf Artikel 507 der Liga-Charta, der besagt, dass ein Spieler lediglich "vorübergehend und aus rein sportlichen Gründen" in die zweite Mannschaft versetzt werden darf.

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   Die Verbannung von Adrien Rabiot (r.) ist offenbar nichtig - weshalb der Franzose wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren darf


Daher habe der 23-Jährige Klage erhoben, welche vom Rechtsausschuss der französischen Ligue1 stattgegeben worden sei. Somit wird Rabiot wie gewohnt bei der ersten Mannschaft mittrainieren dürfen, beziehungsweise müssen - andere Strafen wie das Kabinenverbot dürften dennoch bestehen bleiben.


PSG auf der Suche nach Mittelfeldspieler - allerdings erfolglos


Für den Mittelfeldspieler bedeutet dies einen Erfolg gegen seinen künftigen Ex-Verein, der unabhängig von Rabiots Zukunft seit geraumer Zeit auf der Suche nach einem weiteren zentralen Mittelfeldspieler ist. Trainer Thomas Tuchel würde wohl am liebsten seinen früheren Schützling Julian Weigl von Borussia Dortmund verpflichten, doch dieser erhielt unlängst ein Wechsel-Verbot und überzeugte am vergangenen Wochenende in ungewohnter Rolle als Innenverteidiger beim 1:0-Erfolg über RB Leipzig.


Auch das niederländische Juwel Frenkie de Jong, mit dem die Pariser stark in Verbindung gebracht wurden, scheint seine Zukunft andernorts zu planen. Bereits vor gut zwei Wochen wurde über einen bevorstehenden Transfer des 21-Jährigen ​zum FC Barcelona berichtet. Die Spekulationen verdichten sich stetig, ​weshalb de Jong aller Wahrscheinlichkeit nach im Sommer für voraussichtlich 90 Millionen Euro zu den Katalanen wechseln wird

Renato Sanches

   Erneut im Visier? Offenbar wagen die Pariser einen erneuten Vorstoß bei Renato Sanches 


Daher soll sich PSG nun um Renato Sanches bemühen. Der Portugiese verbringt beim FC Bayern München auch unter Niko Kovac die meiste Zeit auf der Bank, obwohl er in der Vorbereitung zu beeindrucken wusste und sich in stark verbesserter Form zeigte. In 16 Einsätzen erzielte Sanches ein Tor, bereitete drei weitere Treffer vor und könnte die Münchner durchaus verlassen - wobei ein Abgang im Winter nur bedingt Sinn ergeben würde. 


​Schon in der vergangenen Transferperiode wurde über ein vermeintliches Interesse aus Paris berichtet, nun scheinen die Annäherungen konkreter zu werden. ​Demnach habe der Spitzenreiter der Ligue 1 Kontakt zu den Münchnern aufgenommen, um Gespräche über einen Transfer im Januar zu führen. Allerdings scheint eine Einigung derzeit aufgrund der gebotenen Ablösesumme nicht in Sicht.