​Nach einer enttäuschenden Hinrunde wurde beim ​FC Schalke 04 eine schonungslose Fehleranalyse durchgeführt. Dies hatte zur Folge, dass beim Rückrundenstart die ​bisherige Nummer Eins Ralf Fährmann auf der Ersatzbank Platz nehmen musste. Mit seiner neuen Rolle soll sich der Deutsche aber angeblich nicht zufriedengeben wollen und daher steht nun wohl selbst ein schneller Abschied im Raum.


Nach außen hin ließ sich der 30-Jährige bei der Partie gegen den VfL Wolfsburg nichts anmerken. Wie die BILD jedoch in Erfahrung gebracht haben will, soll der Routinier mit der drastischen Maßnahme des Cheftrainers alles andere als einverstanden gewesen sein und darüber nachdenken, ob Schalke noch immer der richtige Verein für ihn sei. Selbst ein Vereinswechsel noch in diesem Winter soll dabei nicht ausgeschlossen sein.

Alexander Nuebel

Alexander Nübel hat Ralf Fährmann vorerst verdrängt


Beim 2:1-Erfolg gegen die Niedersachsen durfte sich der junge ​Alexander Nübel anstelle des erfahrenen Kapitäns beweisen. Der 22-Jährige machte dabei eine exzellente Figur und konnte das in ihn gesteckte Vertrauen durch eine starke, unaufgeregte Darbietung rechtfertigen. Der Youngster gilt ohnehin bereits seit Jahren als riesiges Talent und konnte auch in der deutschen U21-Nationalmannschaft einige Ausrufezeichen setzen. In der Hinrunde hatte er zudem den damals verletzten Fährmann gut vertreten und seine Bundesligatauglichkeit unter Beweis gestellt.


Gegenüber Sky hatte Tedesco seine Entscheidung pro Nübel damit erklärt, dass er das Gefühl gehabt habe, dass Fährmann zuletzt "nicht ganz frei im Kopf" sei. Darüberhinaus habe sich der 1,96-Meter-Hüne in den letzten Spielen ein paar Unsicherheiten geleistet. Durch die Degradierung des innerhalb des Teams hoch angesehen Spielführers ging der junge Coach der Königsblauen dennoch ein gewisses Risiko ein. Schließlich trennten sich die Knappen erst kürzlich mit Naldo von einem weiteren Führungsspieler. Da Nübel seine Chance jedoch zu nutzen wusste, könnte die geglückte Personalrochade nun eine Aufbruchstimmung auslösen. Ein stänkernder Fährmann im Hintergrund wäre dabei jedoch äußerst kontraproduktiv.