​Der ​FC Bayern München feierte am vergangenen Freitag ​in Hoffenheim einen 3:1-Auswärtssieg. Zum Rückrundenauftakt bot Cheftrainer Niko Kovac Nationalspieler Leon Goretzka überraschenderweise auf der Zehner-Position auf. In seiner "neuen" Rolle wusste der 23-Jährige voll und ganz zu überzeugen. Der Ex-Schalker heizte damit den Konkurrenzkampf im offensiven Mittelfeld weiter an.


Im Vorfeld des Auswärtsspiels deutete vieles daraufhin, dass Thomas Müller auf der Zehner-Position den Vorzug vor ​James Rodriguez erhalten wird. Entgegen der Erwartungen lief Goretzka im offensiven Mittelfeld auf. Während Müller auf die rechte Außenbahn rückte, nahm James zunächst auf der Bank Platz. Als Zehner lieferte Goretzka eine bärenstarke Vorstellung ab. Der Sommer-Neuzugang glänzte nicht nur als unermüdlicher Antreiber, sondern avancierte dank seines Doppelpacks zum Spieler des Spiels.

"Leon hat es sehr gut gemacht. Ich glaube, wir haben mit der Entscheidung, ihn auf die Zehn zu setzen, alles richtig gemacht", wird Kovac von Sport1 zitiert. Der gebürtige Bochumer sei ein Spieler, der schnell sowie zielstrebig ist und "auch in die Tiefe gehen" kann. "Dass Leon sich heute mit zwei Toren belohnt, zeigt einfach, dass er gut gearbeitet hat in der Vorbereitung und in den letzten Wochen und Monaten", betonte der FCB-Coach. 


Goretzka machte keinen Hehl daraus, dass er sich auf der Zehner-Position sehr wohlfühlt. "Der Trainer weiß, dass ich sie spielen kann", gab der Ex-Schalker zu Protokoll. Nach der Galavorstellung des Nationalspielers hat Kovac im offensiven Mittelfeld ein echtes Luxusproblem. Zukünftig muss sich der Übungsleiter wohl zwischen Müller, James und Goretzka entscheiden. 

Niko Kovac

Hat auf der Zehner-Position die Qual der Wahl: Niko Kovac


James, der in Hoffenheim nach einer längeren Verletzungspause sein Comeback feierte, sammelte nach seiner Einwechselung ebenfalls Pluspunkte. Die Leihgabe von ​Real Madrid leitete den dritten Treffer durch ​Robert Lewandowski mit einem herrlichen Pass auf Müller ein. Der Kolumbianer hat bereits angekündigt, dass er sich keinesfalls mit einem Platz auf der Bank zufriedengeben wird.


Angesichts der Konkurrenzsituation im offensiven Mittelfeld wird Goretzka wohl häufiger mit einer defensiveren Rolle vorliebnehmen müssen. "In der Hinrunde habe ich defensivere Aufgaben gehabt. Da habe ich aber auch keine Probleme, wenn ich demnächst dort wieder spiele", betonte der Nationalspieler.