Noch immer ziehen sich die Vertragsgespräche zwischen RB Leipzig und Timo Werner. Der Torjäger hält seine Zukunft weiter offen, doch die Sachsen wollen von ihrer klaren Haltung nicht abrücken. Diese heißt: Verlängert Werner nicht, wird er im Sommer für einen hohen Millionenbetrag abgegeben, wie Ralf Rangnick laut ​Sky vor dem Top-Spiel gegen Borussia Dortmund noch einmal betonte. Die Spur führt dabei erneut zum FC Bayern München, den Rangnick als größten Konkurrenten im Rennen um den Nationalspieler ausmacht. 


Dass Werner selbst sich einen Wechsel zum Rekordmeister durchaus vorstellen kann, untermauerte er nach dem Duell gegen die Münchner im Dezember: "Man hat ja seine Favoriten an Ligen, wenn man jetzt bei RB Leipzig spielt und in Deutschland bleiben will, gibt es eigentlich nur einen Verein, wo man hinwechseln kann."


Die Bayern seien in diesen Wechselspielen durchaus "eine Schlussfolgerung." Dennoch betonte Werner vor allem eins: Es besteht kein Zeitdruck. "Ich habe noch eineinhalb Jahre Vertrag. Ich kann mir das alles in Ruhe durch den Kopf gehen lassen. Und dann irgendwann, vor allem im neuen Jahr dann entscheiden."


Dieses Spiel wollen die Verantwortlichen in Leipzig, anders als im Fall von Ex-Trainer Ralph Hasenhüttl, allerdings nicht spielen. "Er hat bei uns noch ein Jahr Vertrag. Es ist klar vereinbart, dass er nicht mit uns in die neue Saison geht, wenn er nicht verlängert", betonte Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick am Samstagabend. Der 60-Jährige sieht Werner aufgrund seiner rasanten Entwicklung am Cottaweg "bei uns perfekt aufgehoben für die nächsten zwei bis drei Jahre", doch er weiß um die geringen Chancen, wenn die Konkurrenz in die Offensive geht.

FBL-GER-BUNDESLIGA-LEIPZIG-DORTMUND

  Ralf Rangnick kämpft weiter um Timo Werner, will seinen Star-Spieler allerdings nicht um jeden Preis halten



"Wenn die Bayern finanziell ernst machen, dann wird es schwierig", so Rangnick, der auch weiß, dass es für Werner "darauf ankommt, welche Prioritäten er setzt. In die neue Saison zu gehen mit nur einem Jahr Laufzeit - das ist keine gute Idee." Auch Geschäftsführer Oliver Mintzlaff betonte, dass man nüchtern in die Gespräche gehen werde. Man könne es sich "nicht erlauben, so einen Spieler ablösefrei ins letzte Jahr gehen zu lassen."

​​Bereits seit vielen Monaten wird über Werners sportliche Zukunft spekuliert. Der Angreifer selbst betonte nach der Weltmeisterschaft, wie wohl er sich in Leipzig fühle und dass vor allem Julian Nagelsmann ein entscheidender Grund sei, um weiterhin für die Sachsen auf Torejagd zu gehen: "Wenn ich nicht vorzeitig verkauft oder rausgeschmissen werde, wäre es reizvoll, mit ihm auch noch einige Jahre zusammenzuarbeiten. Er kann uns als Team und junge Spieler sehr weit bringen", sagte er damals - doch im Fußball ändern sich viele Dinge binnen kurzer Zeit.