Auf dem Papier wirkt es so, als wäre bei ​Eintracht Frankfurt alles beim Alten geblieben. Die Hessen setzten sich im ersten Spiel des neuen Jahres mit 3:1 gegen den SC Freiburg durch, wobei erneut das Sturm-Trio um Sebastien Haller, Luka Jovic und Ante Rebic zur Stelle war. Doch mit der Gesamtleistung seiner Mannschaft war Trainer Adi Hütter wenig zufrieden, weshalb der Österreicher klare Worte fand. 


Nach der starken Entwicklung in der Hinrunde schien es auf den ersten Blick wenig verwunderlich, dass die 'Adler' bereits zur Pause mit 3:0 führten und sich auf der Zielgeraden für einen gelungenen Start ins Fußballjahr 2019 wähnten. Allerdings taten sich die Hausherren besonders in den ersten 30 Minuten schwer und kamen kaum zum Abschluss.


Ein Eckball musste in der 32. Minute her, ehe Haller sein zehntes Bundesligator erzielte. Eine Einzelaktion von Rebic sowie ein verheerender Fehler des Freiburgers Robin Koch, den Jovic eiskalt bestrafte, brachte die angenehme Pausenführung. "Letztlich bin ich mit dem Ergebnis natürlich zufrieden, mit der Leistung aber nicht vollends", resümierte Hütter nach der Partie auf der vereinseigenen Website

"Es war kein besonders gutes Spiel meiner Mannschaft. Was vor allem daran lag, dass es Freiburg sehr gut gemacht hat. Wir hatten vor dem Seitenwechsel zehn gute Minuten, in denen uns die Tore gelungen sind, ansonsten sind wir aber nicht richtig ins Spiel gekommen", monierte der Österreicher. Seine Spieler seien "zu viel hinterhergelaufen", haben mannschaftliche Geschlossenheit vermissen lassen und "am Ende einige gute Chancen ausgelassen, sodass wir den Sack leider nicht endgültig zugemacht haben."


Streich ärgert sich - Rode "zufrieden"


Ähnlich sah es auch Christian Streich, der "ein furchtbares Spiel" für seine Mannschaft erlebte. "Taktisch hat eigentlich alles gepasst, wir haben es den Frankfurter schwer gemacht. Frankfurt hat vor eigenem Publikum offensiv gespielt und uns so Räume eröffnet. Die haben wir aber nicht mit aller Überzeugung genutzt. So haben wir es verpasst, in Führung zu gehen, und anschließend sind uns Fehler unterlaufen. So liegst du zur Halbzeit plötzlich 0:3 hinten."


Lob gab es auf Frankfurter Seite dennoch, allerdings nur für Sebastian Rode. Der Rückkehrer begann auf Anhieb in der Startelf und hielt in seinem ersten Bundesligaspiel seit Mai 2017 72 Minuten durch. "Er hat so agiert, als wäre er nie weg gewesen", so Hütter. "Wenn man bedenkt, wie lange er nicht gespielt hat, war das schon sehr gut."

Rode selbst freute sich über den Platz in der Anfangsformation: "Gestern vor dem Training habe ich es erfahren, dass ich spiele. Das hat mir eine Extraportion Selbstvertrauen gegeben." Mit seiner Leistung sei er "zufrieden", wenngleich er einige Punkte fand, an denen er noch arbeiten müsse.