Die Freude über die Rückkehr von Anthony Modeste zum ​1. FC Köln war nur von kurzer Dauer. Dem Franzosen fehlt weiterhin die Spielerlaubnis, weshalb beide Seiten noch immer auf eine Entscheidung seitens der FIFA warten. Der Weltverband lässt allerdings auf sich warten, weshalb die Zeit für den FC immer knapper wird. Geschäftsführer Alexander Wehrle hat die Hoffnung auf eine Einigung vor Transferschluss jedoch noch nicht aufgegeben, wie er gegenüber dem kicker betonte.


Die Sachlage ist bekannt: Modeste, der im Sommer 2017 vom 1. FC Köln zum chinesischen Erstligisten Tianjin Quanjian wechselte, kündigte vor wenigen Monaten seinen Vertrag im Reich der Mitte und kehrte Mitte November nach Köln zurück. ​Der 30-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis 2023, doch das Comeback auf dem Rasen steht noch immer aus.


​Die FIFA wollte Modestes Kündigung nicht anerkennen, es fehle schlicht und ergreifend ein "triftiger Grund." Nachdem die Besitzer Tianjins verhaftet wurden, keimte noch einmal neue Hoffnung in der Domstadt auf, doch von einer Einigung ist man noch immer entfernt.

Anthony Modeste

  Darf noch immer nicht am Spielbetrieb der zweiten Bundesliga teilnehmen: Anthony Modeste


"Die Situation hat sich verändert aufgrund der Konstellation beim chinesischen Verein. Wir sind über verschiedene Kanäle in Gesprächen mit den neuen Verantwortlichen und haben vereinbart, dass wir in den Dialog kommen wollen, um möglichst kurzfristig eine Lösung zu finden", sagte Geschäftsführer Alexander Wehrle. 


Beide Seiten seien an Gesprächen interessiert, zumal die neue Vereinsführung "nicht alle Details aus der Vergangenheit" kenne. "Wir sind auf einem guten Weg, die Gespräche wieder aufnehmen zu können."


Der Weltverband hingegen arbeite weiter an dem Fall: "Wir gehen davon aus, dass es vor dem 31. Januar geschehen wird. Da endet die Transferperiode, deswegen sollte man idealerweise vorher eine Lösung finden." Sollte eine Entscheidung nach dem Ende des Transferfensters noch immer auf sich warten lassen, werde man schlussendlich vor den internationalen Sportgerichtshof (CAS) ziehen. 

Die momentane Situation scheint vor allem an Modeste selbst zu nagen: "Er ist ein leidenschaftlicher Fußballer und deswegen fällt ihm die jetzige Situation schwer. Es ist deshalb völlig normal, dass wir sensibel mit ihm umgehen", so Sportchef Armin Veh. "Je länger du als Sportler nicht spielen kannst, desto schlechter fühlst du dich. Man merkt, dass er das Training mit der Mannschaft gebraucht hat."