Domenico Tedesco

Schalke 04: Drei Gründe, weshalb die Rückrunde wieder besser wird

Der FC Schalke 04 steht vor einer immensen Aufgabe. Nach der Hinrunde liegt der Vizemeister lediglich auf dem 13. Tabellenplatz und sammelte insgesamt magere 18 Punkte.


Die Erwartungshaltung war nach der vergangenen Saison groß, womöglich sogar zu groß. Die spielerischen Defizite wurden zuletzt immer deutlicher, Trainer Domenico Tedesco wirkte nach und nach ratloser.


Daher wurde in der Winterpause an einigen Stellen gearbeitet. Ob dies reicht, wird sich von nun an zeigen. Im Folgenden nennen wir drei Gründe, weshalb die zweite Saisonhälfte besser verlaufen wird als die erste.

1. Unterstützung für Tedesco

Seit dem dritten Januar ist Seppo Eichkorn als neuer Co-Trainer im Stab von Domenico Tedesco tätig. Der 62-Jährige arbeitete jahrelang an der Seite von Felix Magath, war von 2013 bis 2016 allerdings in der Scouting-Abteilung von S04 tätig.


Tedesco freute sich auf der Pressekonferenz über den Zuwachs und blickt gespannt auf die kommenden Monate: "Wir haben viel gesprochen, viel über Spieler gesprochen. Ich finde gut und positiv, dass er einen Spieler scannt und beurteilen kann. Zusätzlich ist er ein richtig guter Typ und tut uns gut. Mit seinem Erfahrungsschatz ist es wichtig, dass er sich einbringt, uns hinterfragt, querdenkt. Das sind die Sachen, die wir von Seppo sicherlich bekommen werden."

2. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft

In der vergangenen Saison kompensierte die Mannschaft auf dem Platz spielerische Mängel durch mannschaftliche Geschlossenheit und einen großen Zusammenhalt. Dieser soll auch in der Rückrunde ganz oben an der Tagesordnung stehen, um wieder erfolgreicheren Fußball zu spielen.


Zusätzlich gibt es laut Tedesco noch einen anderen Faktor: "Mut macht mir der Ehrgeiz der Spieler, unser Ehrgeiz im Trainerteam. Jeder einzelne hat Hunger und Lust, eine bessere Rückrunde zu spielen."


Auch, dass der Kader nach den Abgängen von Naldo und Johannes Geis um zwei Spieler geschrumpft ist, sei positiv für die Teamchemie: "Wir sind enger und kompakter zusammengerückt, haben einen kleineren Kader. Die Zufriedenheit wird größer sein als in der Hinrunde.

3. Das Ausradieren der Fehler

Domenico Tedesco kündigte an, in den vergangenen Wochen an vielen Stellschrauben gedreht zu haben. "Wir erhoffen uns mehr Punkte als in der Hinserie", so der 33-Jährige, der vor seinem wohl schwierigsten Halbjahr als Trainer des FC Schalke steht.


Die Fehler? Zahlreich: "Ein Problem war sicherlich die Chancenverwertung. Da lag unter anderem der Fokus", sagt Tedesco. Doch auch das fehlende spielerische Element machte sich deutlich spürbar: "Aus Situationen, in denen wir Großchancen hätten haben können, sind keine Großchancen resultiert."


In der Offensive fehlte es Schalke an Dynamik und Tempo, zudem zeigten sich die Angreifer selten in ihrer gewohnten Verfassung. Ob die wenigen Wochen bis zum Rückrundenstart gereicht haben, um alles auszumerzen, bleibt fraglich. Doch die Partie gegen den VfL Wolfsburg ist eine erste Bewährungsprobe, um zu zeigen, dass man Fortschritte gemacht hat.