​Fenerbahce spielt um seine Zukunft. Aktuell spielt der türkische Traditionsklub aus Istanbul um den Ligaverbleib. Mit nur 16 Punkten rangiert Fenerbahce auf dem vorletzten Platz der Süper Lig. Das Interesse an ​Manchester Uniteds Juan Mata und Leicester Citys Adrien Silva scheint eher ein Wunschtraum zu sein. 


19 türkische Meisterschaften, sechs Pokalsiege und zahlreiche Teilnahmen in Champions- und Europa-League. Fenerbahce hat eine ansehnliche Trophäensammlung vorzuweisen, aktuell aber versinkt der Verein im Chaos. Nach 17 Spieltagen steht die Mannschaft auf dem 17. Platz, und hat erst drei Partien gewonnen. "Mit dieser negativen Entwicklung hat niemand gerechnet", sagte der frühere Fener-Coach Christoph Daum kürzlich bei Sport1. "Fenerbahce hat immer um Meisterschaften gespielt, aber nie gegen den Abstieg. Jetzt scheint es so, als ob in dieser Situation alle im Klub keine Lösung haben. Alle wirken überfordert. Das ist ein Schock."


Wie war es möglich, so weit abzurutschen? Viele Faktoren spielen eine Rolle. Allen voran die schlechte Transferpolitik in letzter Zeit. Mittelfeldspieler Jailson sowie die Stürmer Islam Slimani und Michael Frey wussten zwar in anderen Ligen zu gefallen, haben Fenerbahce aber nicht großartig verbessert.

Nicht nur sportlich hakt es, auch finanziell plagen den Klub große Sorgen. Der Schuldenstand von Fener betrug im Juni rund 280 Millionen Euro. Eine Verbesserung der Lage scheint nicht in Sicht. Die sportlichen und finanziellen Verfehlungen sind das eine, überschattet werden sie von Manipulationsvorwürfen gegen den ehemaligen Präsident Aziz Yildirim, der im vergangenen Frühjahr abgewählt wurde. Er wird beschuldigt, in der Saison 2010/2011 andere Mannschaften bestochen haben soll, damit Fenerbahce Meister wird. Die UEFA schloss Fenerbahce daraufhin für zwei Jahre von allen internationalen Wettbewerben aus, was die Perspektive potenzieller Neuzugänge massiv einschränkt.


Matas Vertrag endet 2019


Daher scheint es wenig realistisch, dass Fenerbahce nach Informationen der türkischen Zeitung Takvim Chancen auf ​eine Verpflichtung Juan Matas von Manchester United hat. Der 30-Jährige pendelt bei United zwischen Stammelf und Ersatzbank, und hat nur noch einen Vertrag bis 2019. Sollten die Verantwortlichen seinen Kontrakt nicht verlängern, ist eine Rückkehr in seine spanische Heimat allerdings viel wahrscheinlicher als ein Engagement in Istanbul. 


Dem Bericht zufolge streckt Fenerbahce seine Fühler auch nach Adrien Silva von Leicester City aus. Bei den Foxes besitzt der Portugiese noch einen Vertrag bis 2021, steht aber derzeit nicht in der Gunst des Trainers Claude Puel. Für knapp 25 Millionen Euro wechselte der 26-malige Nationalspieler im Sommer 2017 nach Leicester. Silvas Marktwert ist zwar gefallen auf 15 Millionen Euro (transfermarkt.de), jedoch wäre auch die Summe für den türkischen Erstligisten nur mühsam aufzubringen. Einzig ein Leihgeschäft scheint im Bereich des Möglichen.