​Borussia Dortmund hat mit ​Leonardo Balerdi den nächsten Griff ins Schmuckkästchen mit den Talenten gemacht. Der 19-jährige Argentinier gab am gestrigen Montag nach seiner Ankunft in Westfalen auch gleich sein erstes Interview, wo er über seine Ankunft, die Stadt und das neue Team sowie seine Spielweise sprach.


Wenn jemand wissen möchte, wie man richtig Talente verpflichtet und diese zu Topstars weiter ausbildet, der muss nur einen Blick nach Dortmund werfen. Dort machen sie aktuell viel richtig, wenn man sich die Tabelle und das Spielermaterial anschaut. Mit Jadon Sancho, der bereits in aller Munde ist, hat man bereits ein Talent, welches der halben Liga die Show stiehlt, mit Christian Pulisic hat man einen jungen Spieler hervorragend entwickeln und letztlich mit sehr viel Gewinn verkaufen können.


Dieser Weg wird inzwischen auch von der Konkurrenz aus Süddeutschland wahrgenommen, weshalb man auch dort inzwischen versucht zu reagieren. In Dortmund geht man den Weg unbeirrt weiter und hat mit Leonardo Balerdi den nächsten Youngster an den Borsigplatz locken können. Am gestrigen Montag äußerte sich der junge Argentinier dann erstmals zu seinem Wechsel und zum BVB.


„Ich habe Tage lang darauf gehofft und bin sehr froh, nun hier zu sein“, erklärt er im BVB-TV. „Das Training ist sehr intensiv, aber meine Teamkollegen bemühen sich sehr, mich schnell ins Team zu integrieren. Ich bin hier sehr glücklich.“ Das Stadtleben sei er zudem gewohnt, führt er weiter aus, nur die Tage seien in Argentinien länger. Dennoch sei Dortmund eine tollte Stadt.

Dann spricht er über seinen neuen Klub: „Der Verein ist auf einem Topniveau, ich bin also sehr glücklich.“ Auch seine Spielweise führt er genauer aus. „Ich mag es zu attackieren, ich bin aggressiv. Wenn ich mir das Trikot anziehe, dann kämpfe ich dafür bis zum Umfallen und versuche immer, erfolgreich zu sein. Es ist natürlich hart, ich bin gerade mal 19 Jahre alt und es ist eine große Veränderung. Aber mir wurde sehr dabei geholfen und meine Familie unterstützt mich immer, deswegen ist alles gut und ich bin sehr entspannt“, lässt er zum Abschluss noch einen Blick in sein Gefühlsleben zu.


Ob der Innenverteidiger bereits in dieser Saison erste Minuten bekommen und Bundesliga-Luft schnuppern darf, wird sich zeigen. Lucien Favre ist eher vorsichtig, allerdings auch ein Förderer der Jugend. Das Fundament für eine neue erfolgreiche Mannschaft ist beim BVB jedenfalls sehr vielversprechend.


In den kommenden Tagen kann er sein Können bei der Südamerika-Meisterschaft der U20-Junioren in Chile zeigen, dafür hat der BVB ihn aktuell freigestellt. Dort trifft er mit Argentiniens U20 ab Sonntag in der Vorrunde auf Paraguay, Ecuador, Uruguay und Peru. 

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