​​Hannover 96 befindet sich seit der ​schweren Verletzung von Niclas Füllkrug auf der Suche nach einem neuen Mittelstürmer. Medienberichten zufolge spielt in den Planungen der Verantwortlichen auch eine vorzeitige Rückkehr von Jonathas eine Rolle. Der Brasilianer hat seinen Wechselwunsch bereits bei Manager Horst Heldt hinterlegt.


Ende Dezember gaben die Niedersachsen bekannt, dass sich bei Füllkrug der anfängliche Verdacht eines Knorpelschadens im Knie bestätigt hat. Die niederschmetternde Diagnose bedeutete für den 25-jährigen Angreifer das vorzeitige Saison-Aus. Seither hält Hannover 96 nach einem passenden Ersatz Ausschau. Der Ausfall von Füllkrug wird möglicherweise durch Jonathas kompensiert. 


Der Rekord-Neuzugang ist für die aktuelle Spielzeit an den brasilianischen Erstligisten Corinthians Sao Paulo ausgeliehen, wo er in den Planungen offenbar keine Rolle mehr spielt. Jonathas hat sich deshalb für eine vorzeitige Rückkehr nach Hannover ausgesprochen. "Er möchte gern zurückkommen, hat das auch bei uns hinterlegt", erklärte Heldt gegenüber dem Portal Sportbuzzer. "Wir beschäftigen uns damit, haben aber auch keine Entscheidung getroffen." 

"Es gibt ein paar Argumente, die dafür sprechen, ihn zurückzunehmen", gab ​Präsident Martin Kind zu Protokoll. "Aber es müssen auch noch einige Dinge geprüft werden." Der 74-Jährige stellte zudem klar, dass es im Falle einer vorzeitigen Jonathas-Rückkehr keine weitere Stürmer-Verpflichtung geben wird. 


Jonathas wurde im Sommer 2017 für neun Millionen Euro Ablöse von Rubin Kazan verpflichtet. In der vergangenen Saison zeigte der 29-Jährige zwar gute Ansätze, wurde allerdings immer wieder von Verletzungen außer Gefecht gesetzt. In zwölf Ligaspielen war der Angreifer an sechs Treffern (drei Tore/drei Vorlagen) direkt beteiligt. Im vergangenen Sommer folgte die Leihe nach Brasilien.