​Bei ​Borussia Dortmund spielt Shinji Kagawa in dieser Saison keine Rolle mehr. Auf der Suche nach Spielpraxis wird der Japaner den Bundesliga-Tabellenführer wohl noch im Januar verlassen - Wunschziel: La Liga. Um bei einer spanischen Mannschaft unterzukommen, unternahm der langjährige Dortmunder Publikumsliebling nun eigens erste Schritte. 


Der Name Shinji Kagawa wird in Dortmund mit vielen positiven Erinnerungen in Verbindung gebracht. Der Japaner kam einst als absolutes Schnäppchen ins Ruhrgebiet, war an den beiden Meisterschaften der Borussia maßgeblich beteiligt und kehrte nach einem Abstecher in die englische Premier League für weniger Geld zu Schwarz-Gelb zurück. Bei all den schönen Bildern vergangener Tage passiert es dieser Tage schnell, dass man vergisst, dass Kagawa noch immer im Kader des BVB steht. Und weil es so scheint, als würde Trainer Lucien Favre auch nicht mehr mit dem Publikumsliebling planen, wird es in diesem Winter erneut zu einem Abschied kommen - dieses Mal wohl endgültig.

Shinji Kagawa

Frustrierend: In der ersten Saisonhälfte kam Kagawa auf lediglich 98 Bundesliga-Minuten



Das Ziel hat sich der 95-fache Nationalspieler Japans schon ausgesucht. Kagawas Traum ist es, einmal in der spanischen La Liga zu spielen. Um ihn zu verwirklichen hat der offensive Mittelfeldspieler nun laut den Ruhr Nachrichten erste Schritte eingeleitet. So heuerte der Japaner nun einen neuen Berater an, einen Spanier, der mit den dortigen Erstligisten bestens vernetzt ist. Dass ein Wechsel auf die Halbinsel aber tatsächlich von Statten geht, ist längst nicht gewiss. In La Liga gilt eine Regelung, die es den Teams untersagt, mehr als fünf Spieler unter Vertrag zu nehmen, die aus einem Land außerhalb der EU stammen. Bei den ambitionierteren Mannschaften sind diese Plätze allerdings allesamt besetzt. 


In den letzten Tagen hatte sich in französischen Medien Bordeaux als Interessent für Kagawa hervorgetan. Doch Sportdirektor Michael Zorc dementierte heute das Gerücht: "Davon ist mir nichts bekannt", gab sich der Dortmund-Boss heute unwissend.