Der​ FC Schalke 04 hat seit diesem Winter einen Sympathieträger weniger in seinen Reihen: Abwehr-Boss Naldo verließ den Revierklub Anfang Januar und wechselte zum AS Monaco. Im Interview mit der Sport Bild sprach der Routinier nun darüber, was ihn zu diesem Schritt bewegte - und wie seine Pläne nach der aktiven Karriere aussehen.

„Ich wollte noch einmal etwas Neues machen“, betonte der 36-Jährige. „So jung bin ich ja nun auch nicht mehr. Monaco ist in einer spannenden Situation und der Trainer hat mich überzeugt, dass ich helfen kann.“

Doch wäre Naldo auch dann gewechselt, wenn er bei den Knappen - wie in der vorigen Saison - zum Stammpersonal gezählt hätte? „Das ist schwer zu sagen. Wer mich kennt, weiß, dass ich immer spielen möchte. Auch wenn es zuletzt nicht immer der Fall war, habe ich mich auf Schalke sehr wohl gefühlt und die Entscheidung ist mir trotzdem schwergefallen.

Naldo

358 Bundesligaspiele auf dem Buckel: Naldo.


Zwölfeinhalb Jahre lang zählte Naldo zu den Aushängeschildern der ​Bundesliga. Der 1,98 Meter hochgewachsene Innenverteidiger spielte für Werder Bremen, den VfL Wolfsburg und eben für Schalke 04. „Es war eine Ehre, so lange Teil von der Bundesliga zu sein“, sagte der Brasilianer.

Naldo weiter: „Mit Werder und Wolfsburg habe ich jeweils den DFB-Pokal gewonnen, das waren zwei unglaubliche Momente für mich in meiner Karriere. Wie auch das 4:4 im Derby mit Schalke in Dortmund. Da denke ich oft dran. Und dieses Gefühl, als der Ball drin war, werde ich nie mehr vergessen.“


Der Gedanke von einem Naldo in Anzug ist zwar noch etwas komisch - aber möglich

Ein denkbar emotionaler Moment für den Routinier, der sich bis zuletzt mit dem Revierklub identifiziert hatte - und offenbar noch immer guten Kontakt zu Schalkes Manager Christian Heidel sowie Marketing-Vorstand Alex Jobst pflegt.

So gut, dass es nach der aktiven Karriere wieder in den Pott geht? „Man weiß nie genau, was passiert. Aber mein Wunsch ist es schon, nach Deutschland zurückzukommen. Ich bin mit [beiden] im Austausch. Der Gedanke von einem Naldo in Anzug ist zwar noch etwas komisch - aber möglich.“


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