Jose Mourinho ist vor wenigen Wochen bei ​Manchester United entlassen worden, seither läuft es bei den Red Devils wieder. Man könnte meinen, die Spieler hätten gegen ihren ehemaligen Trainer gespielt und drehen nun so richtig auf - das Phänomen hingegen zieht sich auch in größerem Stile durch die Karriere von Mourinho.


Jose Mourinho ist ein Trainer, der von sich selbst sagen kann, einer der Besten der Welt zu sein. Die Vita des 55-Jährigen lässt da auch keinen anderen Schluss zu, denn wer zweimal die Champions League, zweimal die Europa League, acht Meisterschaften mit vier verschiedenen Klubs und weiteren Titeln gewann, kann so schlecht nicht sein. Allerdings gibt eine Statistik beim Portugiesen sehr zu denken.


Denn wenn er die Klubs verlassen hatte, wurden diese meist noch erfolgreicher. Nun stellt sich die Frage nach dem Ei und dem Huhn. Wurden die Klubs wegen oder trotz Mourinho so erfolgreich? Auffällig ist jedenfalls, dass Real Madrid beispielsweise in den vergangenen fünf Jahren, nachdem sie Mourinho vor die Türe setzten, vier weitere Champions-League-Trophäen holten.

Ein weiteres Beispiel findet sich unmittelbar in der Premier League. Dort holte 'The Special One' 2015 mit dem ​FC Chelsea die Meisterschaft, in der Folgesaison wurde er nach dem 16. Spieltag aber vor die Türe gesetzt. Anderthalb Jahre später, also quasi eine Saison danach, wurden die Blues, diesmal mit Antonio Conte, erneut Meister.


Und auch bei Manchester United deutet aktuell vieles daraufhin, dass eine erfolgreiche Ära anbrechen könnte. Unter Ole Gunnar Solskjaer spielten die Red Devils bislang fünf Liga- und ein Pokalspiel, alle Partien konnten gewonnen werden. Die Statistiken sind Wasser auf die Mühlen der Kritiker des Portugiesen, der inzwischen nicht mehr vertraglich gebunden ist. Mourinho konnte sich mit United auf eine Abfindung einigen, so ist er nicht mehr in Manchester angestellt und damit frei für andere Interessenten.


Einen neuen Job hat er bereits, jedoch nicht an der Seitenlinie. So wird 'Mou' fürs Erste als TV-Experte beim englischen Sender BeIn Sports auftreten. Am kommenden Donnerstag soll er erstmals beim Spiel Katar gegen Saudi-Arabien im Asien-Cup dabei sein, am nächsten Samstag darf er dann sein Ex-Team beim Spiel zwischen Chelsea und Arsenal analysieren.