Nach der Verpflichtung von Leonardo Balerdi die nächste positive Nachricht aus dem BVB-Lager: Manuel Akanji kommt wohl um eine Hüft-OP herum und könnte bereits im Frühjahr wieder ins Geschehen eingreifen. Leichte Restzweifel bleiben allerdings.​


Im Januar 2018 wechselte Manuel Akanji für 21,5 Millionen Euro von Basel zum ​BVB. Spätestens seit Lucien Favre das Ruder übernommen hat, zeigt der Schweizer unter seinem Landsmann, dass er zu den größten Innenverteidiger-Talenten Europas gehört. 18 Mal kam der 23-Jährige in der laufenden Spielzeit bereits zum Einsatz - hartnäckige Hüftprobleme zwangen ihn aber das ein oder andere Mal kürzerzutreten.


So auch vor dem Jahreswechsel. Beim BVB ​befürchtete man sogar Schlimmeres: Das Saison-Aus stand im Raum. Schließlich war lange Zeit nicht klar, ob Akanji unters Messer muss. Die Suche nach einem Ersatz war längst im vollen Gange: Zu Wochenbeginn gaben die Schwarz-Gelben dann den erwarteten ​Transfer von Leonardo Balerdi bekannt.


Der Argentinier sei ein Vorgriff für den Sommer - auch wegen der unklaren Lage bei Akanji. Dort ist man mittlerweile aber ein wenig schlauer. Und die Nachrichten klingen gut: Der Verteidiger muss offenbar nicht operiert werden, die Hüftprobleme werden konservativ behandelt. Heißt: Sollte alles nach Plan verlaufen, muss Akanji nur eine "kleine Trainingspause" einlegen, bevor er sich wieder ans Team herankämpfen soll und im Frühjahr sein Comeback feiern könnte.

Die Krux mit den konservativen Behandlungen ist allerdings immer auch, dass man die Ergebnisse nie so genau vorhersagen kann. Mit Balerdi wurde personell nun immerhin nachgerüstet und eine weitere Alternative geschaffen.


Ersetzen kann der junge Gaucho Akanji aber wohl (noch) nicht. Schließlich lieferte dieser eine ganz starke Hinrunde ab und scheint endgültig in Dortmund angekommen zu sein. Bleibt aus Borussen-Sicht zu hoffen, dass es wirklich so schnell und reibungslos klappt mit dem Comeback. Ein fitter Akanji wäre sicherlich ein weiterer Trumpf im heißen Meisterschaftsrennen.