Nachdem Mesut Özil am vergangenen Wochenende gegen West Ham United nicht einmal für den Kader von Arsenal-Coach Unai Emery nominiert worden war, ranken sich nun erneut Gerüchte um einen Wechsel des ehemaligen deutschen Nationalspielers. Auch ein Transfer im Winter scheint dabei nicht mehr ausgeschlossen.


Es wäre das unschöne Ende einer langjährigen Liebe - der zwischen Mesut Özil und dem ​FC Arsenal. Seit der ehemalige Nationalspieler 2013 nach London gewechselt war, hatte er sich stets zutiefst mit den Gunners identifiziert, es geschafft, zum Anführer und Publikumsliebling zu avancieren. Dreimal gewann Özil mit seinem Verein den englischen Pokal, zweimal den Superpokal. Doch mit dem Ende der fast 22-jährigen Amtszeit von Ex-Trainer Arsène Wenger ging - so scheint es nun - auch die große Zeit des Deutsch-Türken bei dem Premier-League-Klub vorüber.

Mesut Ozil

Seinen bislang letzten Einsatz absolvierte Özil beim 1:1 gegen Brighton & Hove Albion



13-mal kam der Weltmeister von 2014 in dieser Liga-Spielzeit unter seinem neuen Coach Unai Emery lediglich zum Einsatz, viermal blieb er unverletzt außen vor. Zuletzt hatte der 30-Jährige noch beteuert, sein Arsenal nicht verlassen zu wollen - erst recht nicht vor Saisonende. Die Nicht-Nominierung für das Match gegen West Ham United am vergangenen Wochenende bestätigte aber den Trend, der sich auch für Özil sichtbar mehr und mehr abzeichnet: Ob der spanische Trainer ihn braucht oder nicht - er will den Spielmacher offenbar einfach nicht mehr. Bei aller Liebe zum Verein ist der Mittelfeld-Virtuose langsam aber sicher gezwungen, sich mit der Option eines Wechsels auseinanderzusetzen. 


​Emery verteidigte indes seine Entscheidung, Özil nicht aufzustellen: "Die Spieler, die heute gespielt haben, hatten es verdient, in diesem Spiel dabei zu sein - ob wir gewonnen oder verloren haben." Richtig: der Schachzug des 47-jährigen Fußballlehrers hatte sich nicht einmal ausgezahlt. Mit 0:1 mussten sich die derzeit sechstplatzierten Londoner den Stadtrivalen aus West Ham geschlagen geben. Ein weiterer Schlag in die Magengrube des übergangenen Deutschen, der seinen Vertrag noch vor knapp einem Jahr bis 2021 verlängert hatte. Damals war die Rede von einer "Herzensentscheidung" gewesen. Nun aber schreit Mesut Özils Karriere nach einer Vernunfts-, einer Kopfentscheidung - und die führt in jedem Fall weg von Emery und weg vom geliebten FC Arsenal.