Der Telekom Cup fand auch dieses Jahr wieder, diesmal in Düsseldorf, in der Winterpause statt. Die Vereine nutzten das Miniturnier, um sich auf die anstehende Rückrunde vorzubereiten. Trotz des sportlichen Minderwerts gab es einige Erkenntnisse, die die Teams nun ziehen können.



Die Teams und die Halbfinalpartien


​Auch dieses Jahr nahmen wieder vier Teams teil: Der ​FC Bayern München, der frisch aus seinem Trainingslager in Doha zurückgekehrt ist, war neben der ​Borussia aus Gladbach der Favorit. Die anderen beiden Vereine waren ​Fortuna Düsseldorf und ​Hertha BSC.


Im ersten Halbfinale trafen Düsseldorf und Bayern aufeinander. Das Spiel bot einige Höhepunkte, aber auch knifflige Entscheidungen. Auf Seiten der Fortuna war der Belgier Lukebakio am aktivsten. Der Angreifer erzielte schon im Bundesligaspiel gegen die Münchner einen Dreierpack. Die 45 Minuten endeten allerdings torlos. Das folgende Elfmeterschießen entschied der Rekordmeister mit 8:7 für sich. Somit war der erste Finalist geklärt.


Im zweiten Spiel forderte Berlin die Gladbacher Borussia. Hier bescherte Hazard den Gladbachern den Finaleinzug, denn er traf bereits nach vier Minuten mit einem erstklassigen Schuss unter die Latte. Im Folgenden hatte auch die Hertha einige Spielanteile, doch Ersatz-Keeper Sippel hielt mit einigen Paraden die Führung fest. Somit traf Gladbach im zweiten Spiel auf die Bayern.



Düsseldorfs Comeback und Bayerns erneutes Elfmeterschießen


Peter Pekarik,Niko Giesselmann

Düsseldorf ließ gegen Berlin nicht locker



Im Spiel um Platz 3 behielt die Fortuna trotz einer Berliner Führung die Oberhand. Nach einem katastrophalen Drobny-Bock konnte der Berliner Köpke früh auf 1:0 stellen. Danach kam Düsseldorf aber mehr und mehr auf. Ein Karaman-Tor nach feiner Vorarbeit von Barkok und ein Doppelpack von Ducksch drehten die Partie zugunsten der Fortuna. Mit einem verdienten 3:1 sicherte sich Düsseldorf den 3. Platz im heimischen Stadion.


Im Finale traf der Rekordmeister München nun auf Gladbach. Allerdings fielen auch in dieser Partie keine Tore. Durch den Einsatz vieler junger Spieler kam es nicht wirklich zu spektakulären Szenen. Im Elfmeterschießen behielt aber erneut Bayern die Oberhand und gewann somit den Telekom Cup 2019. Auf Seiten der Münchener gab es allerdings noch andere gute Neuigkeiten.



Davies-Debüt und volle Konzentration auf die Rückrunde


Alphonso Davies

Davies debütierte gegen Mönchengladbach



Der mit großen Hoffnungen verbundene Youngster aus Kanada gab heute sein Debüt für den Rekordmeister. In der Finalpartie sorgte er ab und an für Furore. Vor allem seine Schnelligkeit und Dribbelstärke blitzte immer mal wieder auf. Man hat allerdings auch gesehen, dass der 18-Jährige noch einige Zeit braucht, sich an die Bundesliga und das Team zu gewöhnen. Trotzdem wird das Top-Talent spätestens ab Sommer auch in der Bundesliga auf sich aufmerksam machen.


Der Telekom Cup brachte nicht die größten sportlichen Erkenntnisse zum Vorschein. Das war auch nicht zu erwarten, doch die Teams konnten sich auf annähernden Wettkampfbedingungen zumindest wieder auf die Belastung der Bundesliga einstellen. Die Winterpause war lang und alle Spieler und Vereine sind heiß auf die Rückrunde. 


Es wird sich zeigen, bei wem die Vorbereitung einen entscheidenden positiven Effekt für die Rückrunde hat. Im Kampf um das Titelrennen dürfte wieder alles offen sein. Vielleicht war der Gewinn des Telekom Cups ein kleiner Motivationsschub für den Rekordmeister im Kampf um die Meisterschale.