Seit dieser Saison spielt Nico Elvedi bei ​Borussia Mönchengladbach in der Innenverteidigung. War er in seinen ersten drei Jahren am Niederrhein als rechter Außenverteidiger aufgelaufen, hat Trainer Dieter Hecking den Schweizer in dieser Saison auf dessen Stamm- und Lieblingsposition im defensiven Zentrum aufgeboten. Die Folge ist für alle eine Win-Win-Situation.


Schon länger war abzusehen, dass Nico Elvedi über kurz oder lang in der Innenverteidigung spielen wird. Einerseits hatte der Schweizer immer wieder betont, dass seine eigentliche Position in der Zentrale sei, auf der anderen Seite wurde mit Michael Lang vor dieser Saison ein weiterer Außenverteidiger verpflichtet. Die Folge: Mit 18 Gegentoren nach 17 Spielen haben die Fohlen ebenso viele Gegentreffer wie der FC Bayern und Borussia Dortmund, alle drei Teams teilen sich in dieser Statistik den zweiten Platz hinter Leipzig.


„Ja, das war ein kluger Schachzug vom Trainerteam. Die Innenverteidigung ist wie gemacht für mich, da habe ich das ganze Feld vor mir und kann sehr gut von hinten das Spiel aufziehen“, wird Elvedi am heutigen Freitag in der Bild zitiert. Tatsächlich sind die Leistungen des 22-Jährigen bärenstark. Er brauchte die ersten Spiele, um ein wenig reinzukommen, seither legte er aber eine Ruhe und Routine an den Tag, die völlig vergessen ließ, dass dort noch ein recht junger Spieler die defensive Ordnung anführt.


Vor allem nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Matthias Ginter legte er noch mal eine Schippe drauf und spielte die Rolle als neuer Leader einer „Bubi-Abwehr“ mit Louis Beyer unaufgeregt und souverän. Mit der Rückkehr von Matthias Ginter könnte dieses Stahlbad dazu geführt haben, dass beide gemeinsam noch einen weiteren Leistungssprung vollziehen könnten.


Elvedi jedenfalls hat Blut geleckt in der neuen Führungsrolle. „Natürlich ist es sehr wichtig, dass ​Matthias Ginter nach seiner Verletzung wieder zurück ist. Aber in den Spielen ohne ihn der Chef zu sein und meinen Nebenmann Jordan Beyer zu führen, hat mich auch sehr viel weiter gebracht. Verantwortung übernehmen – das will ich in Zukunft noch deutlich mehr einbringen“, positioniert sich der Schweizer daher schon mal. Für die Borussia kann es nur von Vorteil sein, einen so ehrgeizigen Spieler in den eigenen Reihen zu haben.