Der Brasilianer Ewerton erlebte beim ​1. FC Nürnberg eine Hinrunde zum Vergessen. Nach seiner Sprunggelenksverletzung im Sommer konnte der Innenverteidiger erst vier Pflichtspiel-Einsätze verbuchen. Aber auch nach dem Trainingslager in Marbella ist die Chance auf einen Stammplatz weiterhin gering.


Wie die ​Bild berichtet, resümierte der Nürnberger Trainer Köllner die aktuelle Situation des Brasilianers so: „Was den Antritt, was die Aggressivität gerade bei eigenem Ballbesitz betrifft, nimmt sich Ewerton im Moment noch zu sehr raus." Vor allem die fehlende Körpersprache und Präsenz sind also ein Grund für die kaum vorhandene Spielzeit.


Nach seinem Syndesmosebandanriss im Sommer konnte Ewerton die Leistungen aus der Vorsaison nicht bestätigen. Selbst jetzt verspürt er noch Schmerzen im Training und ist auch aus diesem Grund noch keine Alternative für Köllner. Stand jetzt sieht der Coach den Platz von Ewerton auch für die Rückrunde auf der Bank. Seine Konkurrenten in der Innenverteidigung, Georg Margreitter und Lukas Mühl, gehörten in der Hinrunde zu den ​Dauerbrennern der Liga und verpassten keine Minute.


Trotzdem lässt Köllner ihm eine Tür offen. Durch die zwei Testspiele während des Trainingslagers könne sich jeder Spieler, vor allem aber Ewerton beweisen. Immerhin lobte der Trainer die Defensivarbeit des 29-Jährigen nach dem Test gegen den niederländischen Gegner Zwolle.


Dass eine Rückkehr zur Topform eine gute Nachricht für alle Beteiligten wäre, ist zweifellos. Immerhin braucht der Tabellenletzte der ​Bundesliga dringend Erfolgserlebnisse. Wenn Ewerton allerdings nicht an das Niveau der grandiosen Aufstiegssaison herankommt, dann winkt dem Brasilianer wahrscheinlich erneut nur ein Bankplatz.