​Giulio Donati steht vor seinem Abschied aus Mainz. Der Außenverteidiger ist mit seiner Rolle am Bruchweg unzufrieden und strebt daher einen schnellen Wechsel an. Ein Verbleib in der ​Bundesliga ist für den 28-Jährigen aber nach aktuellem Stand eher unwahrscheinlich.


Gerade mal einen Saisoneinsatz hatte Giulio Donati in der Hinrunde für den ​1. FSV Mainz 05 absolviert. Lediglich 30 Minuten Spielzeit bekam er gegen Fortuna Düsseldorf. Eine Situation, die der italienische Abwehrspieler nicht ganz nachvollziehen kann. „Ich habe drei, vier Jahre immer gespielt – und jetzt so auf ganz Null... Diese Situation ist für den Kopf schon nicht einfach“, wird Donati von der Bild zitiert.


Tatsächlich war der 24-malige U21-Nationalspieler in Mainz bislang gesetzt, in der abgelaufenen Saison machte er 31 Pflichtspiele für die Rheinhessen. Insgesamt hat er in seinen drei Jahren in Mainz – er kam im Winter 2016 von ​Leverkusen an den Bruchweg – 80 Spiele gemacht. Da ist die plötzliche Nichtberücksichtigung durchaus verwunderlich.

„30 Minuten gegen Düsseldorf, das ist für mich zu wenig“, ist sein Ärger daher verständlich. Ob er sich mit 05-Trainer Sandro Schwarz überworfen hat, oder ob Sportvorstand Rouven Schröder nicht viel vom Verteidiger hält, ist nicht überliefert. Seine Aussichten sind dennoch nicht optimal. „Die letzten sechs Monate waren vom Umgang miteinander okay. Ich habe mich im Training immer voll reingehängt. In diesen Monaten hat sich aber auch gezeigt, dass hier kein Platz mehr für mich ist“, so Donati weiter.


Daher lautet das Endergebnis: „Ich will einfach spielen, deshalb muss ich mich nach anderen Optionen umschauen!“ So lässt der Rechtsfuß seinen Berater mögliche Angebote sondieren. Wirkliche Ansprüche stellt Donati nicht. „Das ist mir egal, irgendwo in Europa. England, Spanien, auch zurück nach Italien wäre schön.“


Damit stünde nach fünf Jahren der Abschied von Donati aus der Bundesliga an. „Ich bin mit 23 nach Leverkusen gekommen, Deutschland ist zu meiner zweiten Heimat geworden, ich fühle mich hier wohl – klar bleibt ein Stück von meinem Herz zurück.“ Dennoch scheint die Station Bundesliga für ihn zu einem Ende zu kommen.