Nach dem letzten Hinrundenspiel von ​Bayer Leverkusen gegen Hertha BSC gab die 'Werkself' die ​Trennung von Heiko Herrlich bekannt. Als Nachfolger wurde der Niederländer Peter Bosz installiert, der seinen Ruf in der Bundesliga bereinigen will - und dafür offenbar auf Verstärkung aus der Heimat zurückgreift. Wie in den Niederlanden berichtet wird, sollen die Leverkusener an einer Verpflichtung von Mittelfeldspieler Tonny Vilhena interessiert sein.


Der Name Tonny Vilhena ist in Teilen der Bundesliga bereits bekannt. Im Sommer bemühte sich Eintracht Frankfurt um die Dienste des niederländischen Nationalspielers, ​erhielt von Feyenoord Rotterdam allerdings eine Absage


Der 24-jährige Mittelfeldspieler läuft seit über 15 Jahren für den 15-fachen niederländischen Meister auf, stieß im Sommer 2012 zu den Profis und absolvierte seitdem 240 Pflichtspiele. Meist kommt er dabei im zentralen Mittelfeld zum Einsatz, kann allerdings auch als Linksverteidiger oder auf der 'Zehn' agieren.


Zu seinen Qualitäten zählen neben seinem starken linken Fuß auch seine technische Versiertheit und sein Offensivdrang. Immer wieder arbeitet sich Vilhena bis in den gegnerischen Strafraum vor, kombiniert sich gemeinsam mit seinen Mitspielern in die Gefahrenzone und besticht zudem durch einen guten Schuss aus der Distanz. Für das angepeilte Offensivspiel sieht Bosz in der Zentrale offenbar Nachholbedarf, da sich Lars Bender, Charles Aranguiz, Julian Baumgartlinger und Dominik Kohr in weiten Teilen eher um die defensive Absicherung kümmerten.

Peter Bosz

      Hat möglicherweise seinen ersten Wunschspieler auserkoren: Peter Bosz


Dass ein Wechsel zur 'Werkself' durchaus ein Thema ist, bestätigte der niederländische Sportjournalist Sinclair Bisschop laut dem Rotterdamer Online-Portal ​FR-Fans: "Ich habe mir sagen lassen, dass ein deutscher Verein interessiert ist. Bayer Leverkusen mit Peter Bosz soll eine Option sein. Vilhena selbst hat in der Vergangenheit ein paar Mal gesagt, dass er kein Befürworter von Winter-Transfers sei, aber ich schließe es nicht aus. Wenn Peter Bosz diesen Spieler verpflichten will, und es kommt ein Betrag auf den Tisch, bei dem Feyenoord nicht nein sagen kann, dann kann es zu einem Transfer kommen."


Die Verantwortlichen müssen seit geraumer Zeit um den Verlust ihres Eigengewächses fürchten. Schon im Sommer 2017 standen die Zeichen auf Abschied, ein Wechsel zum italienischen Erstligisten Sampdoria Genua scheiterte jedoch aus privaten Gründen des Spielers, dessen Vertrag im Juni 2020 endet. Für den Tabellendritten der niederländischen Eredivisie würde ein Wechsel im Januar ein herber Verlust bedeuten - doch möglicherweise wittert Vilhena seine Chance, sich in der Bundesliga durchzusetzen und unter Bosz den nächsten Schritt zu machen.


Günstig würde ein Transfer allerdings nicht ausfallen: Wie das niederländische Portal voetbal4u berichtet, verlange Sportdirektor Martin van Geel eine Ablösesumme in Höhe von mindestens 20 Millionen Euro.