Callum Hudson-Odoi

Callum Hudson-Odoi vor Bayern-Wechsel: 6 Fakten, die du über CHO wissen musst

Seit Wochen wird Callum Hudson-Odoi mit dem FC Bayern München in Verbindung gebracht. Der Rekordmeister will den Offensivspieler des FC Chelsea verpflichten, doch die 'Blues' fordern übereinstimmenden Medienberichten zufolge eine horrende Ablösesumme für den 18-Jährigen, der seit dem vergangenen Jahr elf Pflichtspiele für den aktuellen Tabellenvierten der Premier League absolvierte.


Neuesten Meldungen zufolge sollen sich beide Klubs grundsätzlich auf einen Transfer verständigt haben. Demnach seien die Münchner dazu bereit, 35 Millionen Euro zu zahlen - wie einst für Renato Sanches, der vor zweieinhalb Jahren an die Isar wechselte und dort bislang eine eher unglückliche Zeit erlebte.


Auf der Insel ist der Name Callum Hudson-Odoi längst bekannt, sein Talent unbestritten. Cesc Fabregas, der im Januar aller Voraussicht nach zur AS Monaco wechseln wird, sagt dem U19-Nationalspieler eine große Zukunft voraus. In Deutschland ist er jedoch ein eher unbekannter Name, weshalb die kolportierten Summen eher für Entsetzen als für Vorfreude sorgen.


Daher wollen wir Euch einen Überblick verschaffen: Auf welcher Position hat er das Fußballspielen gelernt? Wann debütierte er eigentlich für die 'Blues'? Und, wohl noch wichtiger: Welche Erfolge kann er bislang vorweisen?

1. Herkunft

Callum Hudson-Odoi wurde am siebten November 2000 in London geboren, hat allerdings ghanaische Wurzeln. Sein Vater Bismark Odoi war ebenfalls Fußballer, spielte für den ghanaischen Erstligisten Accra Hearts of Oak. Auch Bruder Bradley Hudson-Odoi ist als Fußballer aktiv, spielt jedoch nur für den Amateurverein Wealdstone FC.

2. Position und Stärken

Der 18-Jährige ist vielseitig einsetzbar und kann auf beiden Flügeln sowie als Zehner hinter der Spitze agieren. In einem Interview während der U17-Weltmeisterschaft in Indien vor knapp anderthalb Jahren sagte er angesprochen darauf, wo er am liebsten spielt: "Wenn ich wählen müsste, würde ich die zentrale Position nehmen. Dort bekommt man öfters den Ball und man kann von dort entscheiden, wohin man gehen möchte." (via fifa.com)


Seine größten Stärken seien seiner Meinung nach das hohe Tempo, das er bei Läufen in die Tiefe aufbaut sowie seine Fähigkeiten im Dribbling. Allerdings sieht er in einigen Aspekten noch Luft nach oben: "Verbessern muss ich mein Zweikampfverhalten."


Was jedenfalls stimmt, ist seine Mentalität auf dem Platz. Während seiner gesamten Zeit beim FC Chelsea habe er vor allem eines gelernt: "Die Mentalität war, dass wir Tore erzielen beziehungsweise immer den Abschluss suchen sollen. Dazu war und ist der Teamgeist ganz wichtig. Du spielst niemals alleine, nur als Team kann man erfolgreich sein."

3. Hudson-Odoi steht für Chelsea pur

Schon sein Leben lang spielt Callum Hudson-Odoi für den FC Chelsea. Mit sieben Jahren trat er in die U8-Mannschaft des sechsfachen englischen Meisters ein, schaffte mit 16 Jahren den Sprung in die U23 und wurde vor wenigen Monaten fest für den Profikader nominiert. Ein mögliches Engagement beim FC Bayern München würde daher nicht nur seinen ersten Aufenthalt im Ausland bedeuten, sondern der Rekordmeister wäre erst der zweite Verein überhaupt, dem sich der Offensivspieler anschließen würde.


Daher erscheint es wenig verwunderlich, dass sein Lieblingsspieler ausgerechnet einer seiner heutigen Mannschaftskollegen ist: "Das ist Eden Hazard, weil er einen ähnlichen Spielstil hat wie ich. Er inspiriert mich."

4. Debüt unter Antonio Conte

Maurizio Sarris eher ungeliebter Vorgänger Antonio Conte war es, der Hudson-Odoi vor einem Jahr erstmals bei den Profis auflaufen ließ, nachdem er in den Monaten zuvor einige Male am Training der ersten Mannschaft teilnehmen durfte.


Am 20. Dezember 2017 wurde er für den Kader des Carabao-Cup-Spiels gegen den AFC Bournemouth nominiert, sein Debüt gab er jedoch am 28. Januar 2018 im FA Cup gegen Newcastle United. Drei Tage später trat er erstmals in der Premier League in Erscheinung - erneut hieß der Gegner Bournemouth. Die 0:3-Niederlage war allerdings einer der Tiefpunkte der 'Blues' unter Conte. 

5. Sternstunden in der Junioren-Nationalmannschaft

Trotz seiner ghanaischen Wurzeln durchlief Hudson-Odoi bislang sämtliche Stationen der englischen Nationalmannschaft. Der britische Nachwuchs wird seit geraumer Zeit hochgelobt, was sich letztlich auch im vierten Platz der A-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Russland widerspiegelte.


Seine bisher erfolgreichste Zeit erlebte er in der U17 der 'Three Lions': Bei der Europameisterschaft im Frühling 2017 war er mit drei Toren und zwei Assists maßgeblich am Final-Einzug der Junioren beteiligt, weshalb er trotz der Pleite im Endspiel gegen Spanien (3:6 n.E.) einen Grund zum Feiern hatte und für die Top-Elf des Turniers nominiert wurde.


Wenige Monate später, im Herbst, folgte allerdings der größte Titel: Bei der U17-Weltmeisterschaft feierten die Engländer mit der 5:2-Revanche im erneuten Finale gegen die Spanier den Titel. Hudson-Odoi bereitete dabei die beiden Treffer durch Manchester-City-Juwel Phil Foden zur 3:2-Führung sowie zum 5:2-Endstand vor und gehörte somit zu den Matchwinnern der Partie.

6. Schon jetzt Titelsammler

In den vergangenen Jahren erhielt Callum Hudson-Odoi schon einmal einen kleinen Einblick darin, wie es ist, Pokale zu gewinnen. Mit den Nachwuchsmannschaften des FC Chelsea feierte er in den vergangenen beiden Jahren den Triumph im FA Youth Cup, zudem feierte er am Ende der Spielzeit 2016/17 gemeinsam mit seinen damaligen Mannschaftskollegen den Titel in der U18 Premier League. Das Sahnehäubchen blieb allerdings der WM-Titel, den er mit der U17-Nationalmannschaft im Oktober 2017 feierte.