Noch bis zum zehnten Januar bereitet sich der ​FC Bayern München in Doha (Katar) auf die anstehende Rückrunde vor. Die Trainingseinheiten fallen dabei wie gewohnt intensiv und anstrengend aus, doch Trainer Niko Kovac blickt nach den ersten Tagen zuversichtlich auf die anstehenden Monate mit wichtigen Partien in allen drei Wettbewerben. Hoffnung macht ihm dabei auch das Personal, dessen Lazarett sich nach und nach lichtet.


In der prallen Sonne von Katar arbeiten die Münchner derzeit kräftig daran, sich bestens auf die anstehende Rückrunde vorzubereiten. Dann soll Spitzenreiter Borussia Dortmund in der Bundesliga überholt werden, und auch im DFB-Pokal und in der Champions League will der Rekordmeister voll angreifen.


"Die Bedingungen in Doha sind super – guckt man auf das Wetter in Deutschland, dann können wir froh sein, hier zu sein", sagte Kovac bei einer Presserunde am gestrigen Freitag. In Doha gebe es alles, was die Mannschaft benötigt, um nach dem Weihnachtsurlaub wieder in die Spur zu kommen.


"Mit Leistungen und guten Ergebnissen können und wollen wir den Druck auf den BVB erhöhen", kündigte der Trainer auf der vereinseigenen Website die Marschroute für die zweite Saisonhälfte an. Allerdings wolle er sich dabei primär auf die Arbeit auf dem Platz konzentrieren, als medial mit dem Konkurrenten auf Konfrontationskurs zu gehen: "Wir werden nicht mit großartig Krawall und Verbalattacken arbeiten, sondern wir müssen unsere Hausarbeiten machen. "

Um diese zu erledigen, benötigt der 47-Jährige das volle Personal. Neben Corentin Tolisso, der aufgrund eines Kreuzbandrisses voraussichtlich "im März" zurückkehren wird, musste Kovac zum Ende der Hinrunde auf Serge Gnabry, Arjen Robben und James Rodriguez verzichten. 


Während Robben nach anhaltenden Oberschenkelproblemen noch individuell trainiert, weilen Gnabry und James wieder bei der Mannschaft. Letzterer zeigte sich nach seinem erlittenen Muskelfaserriss positiv gestimmt: "Es ist alles wieder geheilt. Ich hoffe, dass es jetzt lange heben wird. Ich freue mich, wieder mit der Mannschaft zu trainieren und Gas zu geben.


"Bei Arjen Robben müssen wir von Tag zu Tag gucken", so Kovac. "Er fühlt sich nicht hundertprozentig. So lange dies der Fall ist, wird er auch nicht bei der Mannschaft dabei sein." Auch dem zuletzt angeschlagenen Mats Hummels gehe es immer besser. Somit kann Kovac zum Rückrunden-Auftakt gegen 1899 Hoffenheim (18. Januar) voraussichtlich aus dem Vollen schöpfen.