LEVERKUSEN, GERMANY - DECEMBER 02: Head coach Peter Bosz of Dortmund attends a press conference after the Bundesliga match between Bayer 04 Leverkusen and Borussia Dortmund at BayArena on December 2, 2017 in Leverkusen, Germany. (Photo by TF-Images/TF-Images via Getty Images)

Neuanfang unter Bosz: Diese 5 Spieler könnten vom Trainerwechsel profitieren

Nach der Hinrunde zog Bayer Leverkusen die Reißleine: Heiko Herrlich, der die Mannschaft im vergangenen Jahr noch auf den fünften Tabellenplatz führte, musste trotz steigender Formkurve nach einer schwachen Halbserie gehen. Als Nachfolger wurde zügig Peter Bosz ernannt, der am gestrigen Freitag an seiner neuen Wirkungsstätte vorgestellt wurde.


Der Niederländer steht für puren Offensivfußball, der in seiner kurzen Zeit bei Borussia Dortmund allerdings genau die gegenteilige Wirkung von dem entfaltete, was der 55-Jährige erreichen wollte. In Leverkusen will er sich nun noch einmal beweisen und zeigen, dass er einen besseren und erfolgreicheren Fußball spielen lassen kann.


Insgesamt gab es in den vergangenen Monaten einige Spieler, für die es nicht so rund lief wie erhofft. Der ein oder andere profitierte davon und hofft nun, sich auch unter dem neuen Trainer behaupten zu können. Im Folgenden präsentieren wir daher fünf Spieler, für die der Neuanfang unter Bosz eine neue Chance darstellt.

1. Leon Bailey

Vor einem Jahr erlebte Leon Bailey seine mit Abstand beste Zeit bei Bayer Leverkusen. Der Jamaikaner sorgte auf dem linken Flügel für Wirbel, war einer der entscheidenden Spieler der Mannschaft und zählte regelmäßig zu den Matchwinnern.


In der laufenden Saison ist davon allerdings wenig zu sehen, stattdessen machte Bailey mit Negativschlagzeilen neben dem Platz auf sich aufmerksam. Unter dem schnellen, offensiven Spiel unter Peter Bosz könnte er allerdings wieder zu den Profiteuren aufsteigen, falls es ihm gelingt, seine Klasse unter Beweis zu stellen. Sein Potenzial im Dribbling und im Abschluss ist unbestritten, doch der 21-Jährige muss sich voll und ganz auf den Fußball konzentrieren, um wieder in Form zu kommen.

2. Mitchell Weiser

Für zwölf Millionen Euro wechselte Mitchell Weiser im Sommer von Hertha BSC Berlin nach Leverkusen, konnte sich allerdings noch nicht nachhaltig durchsetzen. Trotz 18 Startelf-Einsätzen in 22 Spielen war er von seiner Bestform entfernt. Aufgrund der offensiven Ausrichtung der Außenverteidiger könnte er nun seine Fähigkeiten besser zum Vorschein bringen und wieder mehr überzeugen.

3. Wendell

Wendell bekam in der abgelaufenen Hinrunde ungeahnte Konkurrenz von Tin Jedvaj. Zwar stand der Brasilianer in der Bundesliga zwölf Mal in der Startelf, doch speziell in den letzten Zügen der ersten Saisonhälfte musste er immer wieder für Tin Jedvaj weichen, der plötzlich auf der linken Abwehrseite agierte.


Speziell im Spiel nach vorne hat Wendell seine Qualitäten. Zwar werden seine Leistungen nicht an Torbeteiligungen gemessen, doch als Aktivposten auf der linken Außenbahn bringt er sich immer wieder ins Angriffsspiel ein und könnte unter Bosz noch offensiver auflaufen.

4. Paulinho

Für 18,5 Millionen Euro verpflichteten die Leverkusener im Sommer das brasilianische Offensivtalent Paulinho von Vasco da Gama. Der variable Angreifer benötigte allerdings einige Zeit zur Eingewöhnung in seiner neuen Heimat und kam daher bislang nur spärlich zum Einsatz.


Seit November stand er fünf Mal nicht im Bundesliga-Kader, absolvierte insgesamt nur zwölf Spiele und kommt auf 356 Einsatzminuten. Da Bosz aus seiner Zeit bei Ajax Amsterdam und Borussia Dortmund durchaus weiß, mit jungen Spielern umzugehen, könnte Paulinho in der Rückrunde verstärkt zum Einsatz kommen und sich möglicherweise in den Vordergrund spielen.

5. Karim Bellarabi

Unter Heiko Herrlich hatte Karim Bellarabi keinen einfachen Stand. In der abgelaufenen Saison stand der Flügelspieler nur 13 Mal in der Startelf, kam überwiegend von der Bank und galt als erster Ersatz für Leon Bailey oder Julian Brandt.


In der laufenden Spielzeit zählte er nach seiner Rotsperre zu Saisonbeginn allerdings zu den Schlüsselspielern. Bellarabi war entscheidend am Umschwung beteiligt, erzielte wettbewerbsübergreifend acht Tore und könnte, wenn er in Form bleibt, unter Bosz Stammspieler bleiben und Bailey weiter auf die Bank verdrängen.