​Die große Euphorie nach der Rückkehr in die Bundesliga kippte beim 1. FC Nürnberg nach einer schwachen Hinrunde in eine Ernüchterung. Der Club überwintert auf dem letzten Tabellenplatz und auch der zuvor gefeierte Aufstiegstrainer ​Michael Köllner ist längst nicht mehr unumstritten. Torhüter ​Christian Mathenia stellte nun jedoch klar, dass die Mannschaft noch immer voll hinter dem Cheftrainer steht.


Gegenüber der BILD bedauerte der 26-Jährige den Umgang mit dem 49-jährigen Fußballlehrer und prangerte die Schnelllebigkeit im Fußball an. So sei der Deutsche im letzten Jahr noch der gefeierte Aufstiegsheld gewesen und kurze Zeit später, "interessiert das im Fußball niemanden mehr". Dabei kritisierte der Schlussmann, dass der Erfolg nur anhand von Ergebnissen gemessen wird. 

Hansa Rostock v 1. FC Nuernberg - DFB Cup

Michael Köllner wird von seinen Spielern sehr geschätzt 



Doch selbst nach der schwachen ersten Saisonhälfte, die die Clubberer mit gerade einmal elf Punkten auf dem Konto abgeschlossen haben, ist der Spieler von den Qualitäten des Trainers überzeugt. "Von uns hat er jegliche Rückendeckung, weil wir sehen, wie er tagtäglich arbeitet und sich akribisch vorbereitet", so Mathenia. Doch der Torhüter macht sich auch Gedanken, um seine persönliche Zukunft. In der Hinrunde wurde der 1,89-Meter-Schlaks von einer Kapselverletzung ausgebremst und musste sich daher vorerst im Kampf um die Nummer Eins im Duell mit Fabian Bredlow geschlagen geben.


Auch in dieser Hinsicht, ist der gebürtige Mainzer aber guter Dinge und beteuert, dass er bereits wieder schmerzfrei trainieren kann. Zwar müsse er nun erst einmal wieder das Vertrauen in sein Knie zurückgewinnen, dennoch sei er "guter Dinge, dass dass ich schnellstmöglich wieder bei 100 Prozent bin". Da sein Kontrahent zuletzt alles andere als fehlerfrei agierte, werden dem Deutschen durchaus gute Chancen eingerechnet, zumal auch Köllner zuletzt positive Signale in seine Richtung sendete. "Wenn Mathenia topfit zurückkehrt, wird es sicher für ihn wieder die Chance geben zu spielen", so der Coach.