MUNICH, GERMANY - NOVEMBER 30:  President Uli Hoeness delivers his speech during the FC Bayern Muenchen Annual General Assembly at Audi-Dome on November 30, 2018 in Munich, Germany.  (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

FC Bayern: Uli Hoeneß wird 67 - Eine bewegte Karriere im Rückblick

Am heutigen Samstag feiert Uli Hoeneß seinen 67. Geburtstag. Der Präsident des FC Bayern München kann auf eine bewegte Karriere zurückblicken und konnte sich sowohl als Spieler, aber vor allem auch als Funktionär beim deutschen Rekordmeister bereits unsterblich machen.

1. 1972 - Erster Meistertitel mit den Bayern

1970 wechselte Uli Hoeneß von der TSG Ulm 1846 zu den Bayern und unterschrieb einen Amateurvertrag. Der flinke Angreifer brauchte nicht lange, um sich einen Stammplatz zu erarbeiten und galt in den kommenden Jahren gemeinsam mit Gerd Müller als das gefährlichste Sturmduo der Liga. Nachdem er bereits 1971 den DFB-Pokal gewinnen konnte, folgte 1972 sein erster Meistertitel. Auch in den kommenden beiden Jahren blieben die Bayern eine Macht und konnten die Meisterschale verteidigen.

2. 1972: Gewinn der Europameisterschaft

Bei seinem ersten großen Turnier mit der deutschen Nationalmannschaft hinterließ Uli Hoeneß prompt einen bleibenden Eindruck und gewann zusammen mit einigen seiner Teamkollegen vom FC Bayern die Europameisterschaft. Dabei spielte der Offensivspieler vor allem im EM-Viertelfinale groß auf und und erzielte gegen Gastgeber England das 1:0. 

3. 1974: Beginn einer internationalen Ära

Auch mit den Bayern eilte Uli Hoeneß in der Folge von Titel zu Titel. Dabei formten die Bayern ihren Status als internationale Spitzenmannschaft durch drei Gewinne des Europapokals der Landesmeister in Folge. 1974 gelangen ihm dabei im Wiederholungsspiel des Finals gegen Atletico Madrid zwei Treffer. 1975 verletzte sich der Stürmer im Finale gegen Leeds United am Knie und musste für ein halbes Jahr pausieren. Das Ende der noch jungen Spielerkarriere deutete sich dabei bereits an.

4. 1974: Weltmeister im eigenen Land

1974 war Uli Hoeneß Stammspieler bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land und trug seinen Teil zum Titel bei. Dabei erzielte er beim 4:2-Erfolg gegen Schweden einen Treffer per Foulelfmeter. Im zarten Alter von 22 Jahren hatte Hoeneß somit bereits alle wichtigen internationalen Titel abgeräumt.

5. 1976: Nacht von Belgrad wird zur größten Enttäuschung seiner Karriere

Durch starke Leistungen, auch von Uli Hoeneß, kämpfte sich die DFB-Elf bei der Europameisterschaft im Jahre 1976 bis ins Finale. Da bei der Partie gegen die Tschechoslowakei nach 90 Minuten noch kein Sieger gefunden werden konnte, folgte ein legendäres Elfmeterschießen. Der Tscheche Antonin Panenka wurde dabei durch einen frechen Lupfer zum Matchwinner. Hoeneß hingegen schoss seinen Elfmeter weit über das Gehäuse hinweg in den serbischen Nachthimmel.

6. 1979: Hoeneß wechselt ins Management

Ende der 70er-Jahre konnte Hoeneß nicht mehr an seine Glanzzeiten anknüpfen und beendete nach einem erfolglosen Gastspiel beim 1. FC Nürnberg seine aktive Karriere. Mit gerade einmal 27 Jahren wurde er bei den Bayern zum jüngsten Manager der Ligageschichte. Bereits in seinem ersten Jahr in neuer Funktion gelang der Gewinn der deutschen Meisterschaft. Dabei formte er aus dem Duo Paul Breitner und Karl-Heinz Rummenigge wieder eine schlagkräftige Mannschaft.

7. Hoeneß formt Bayern zur internationalen Marke

In den kommenden Jahrzehnten entwickelten sich die Münchner unter der Führung des ehrgeizigen Deutschen zu einem der besten Teams in Europa. Der erste große internationale Titel seit Anfang der 70er-Jahre ließ dabei aber vorerst auf sich warten. So gingen die Finalspiele im Europapokal der Landesmeister in den Jahren 1982, 1987 und 1999 jeweils verloren.

8. 2001: Endlich wieder auf dem europäischen Thron

Nach der bitteren Finalniederlage im Jahre 1999, als man sich den Titel in den Schlussminuten von Manchester United aus den Händen klauen ließ, konnten sich die Münchner zwei Jahre später wieder rehabilitieren und holten endlich wieder den Titel in der Champions League. Auch für Manager Uli Hoeneß war der Sieg eine große Genugtuung.

9. 2001: Startschuss für den Bau der Allianz-Arena

2001 leitete Hoeneß den nächsten wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung des FC Bayern München ein und war federführend in der Entstehungsgeschichte der neuen Spielstätte des Rekordmeisters. Im Jahre 2005 wurde die Allianz Arena in Betrieb genommen und seit 2016 sind die Münchner die alleinigen Eigentümer.

10. November 2009: Uli Hoeneß wird Präsident

Nach über 30 Jahren an der Front, wurde Uli Hoeneß im November 2009 mit 99,3 Prozent der Stimmen zum neuen Präsidenten des FC Bayern München gewählt und trat die Nachfolge seines langjährigen Weggefährten Franz Beckenbauer an. Auch in seiner neuen Rolle blieb der Ex-Stürmer so angriffslustig wie eh und je.

11. November 2016: Erneute Wahl zum Präsidenten

Nachdem Uli Hoeneß aufgrund einer Steuerhinterziehung eine Haftstrafe absitzen musste, kehrte er 2016 auf die Fußballbühne zurück und wurde im November erneut zum Präsidenten des FC Bayern München gewählt. Auch in den kommenden Jahren bleibt der heutige Jubilar den Bayern noch erhalten, schließlich wurde er erst im Dezember 2018 für vier weitere Jahre in seinem Amt als Aufsichtsratsvorsitzender bestätigt.