​Das Fachmagazin kicker hat seine Rangliste für die besten Torhüter der Hinrunde in der ​Bundesliga veröffentlicht und dabei einen Sturm der Entrüstung entfacht. So steht auf Platz Eins der besten Keeper der Dortmunder Roman Bürki, während Manuel Neuer gar nicht geführt wird.


Zehn Jahre ist es her, seit ein Schlussmann vom deutschen ​Rekordmeister aus München nicht mehr in der Rangliste des kicker geführt wurde. Damals traf es den heutigen Düsseldorfer Keeper Michael Rensing. In diesem Jahr wird auch Manuel Neuer „aus Leistungsgründen“, wie es heißt, erstmals seit 2007 nicht mit in die Rangliste aufgenommen.


Schuld daran seien dessen Patzer wie beim 1:1 gegen den FC Augsburg, seien unterlaufene Flanken wie beim Spiel Deutschland gegen die Niederlande (0:3), oder auch einfach keine guten Leistungen wie bei der Niederlage gegen Borussia Dortmund (2:3). Das alles führte beim kicker dazu, dem ehemaligen Welttorhüter eben jene Klasse abzusprechen und ihn stattdessen komplett aus der Liste der besten Keeper herauszulassen.


Der große Gewinner hingegen ist Roman Bürki. Der Schweizer von ​Borussia Dortmund wurde von der Redaktion nach starken Leistungen in der Liga und im internationalen Wettbewerb auf Platz Eins gehievt und erhält damit das Prädikat „internationale Klasse“. Auch Bürki wurde beim letzten Ranking im Sommer 2018 noch außen vor gelassen, nun heißt es im Magazin, er habe „deutlich an Struktur und Sicherheit“ gewonnen.


Über Manuel Neuer schreibt der Chefreporter Karlheinz Wild hingegen: „Ohne jeden Zweifel und ganz objektiv trifft zu, dass Neuer seit seiner gut einjährigen Leidenszeit nicht mehr diese Topverfassung ausstrahlte, die ihn über alle Torhüter dieser Welt erhob.“ Es habe ihn öfter das Gefühl beschlichen, dass der Nationaltorhüter diverse Bälle früher gehalten hätte.


Die Rangliste stieß auch diesmal auf viel Kritik, da viele Fans keine objektive Sichtweise bei beiden Torhütern vermuten. Entsprechend hielten viele Anhänger dem Magazin die eigene Benotung und die letztlich erbrachte Leistung vor, ändern dürfte das an der Liste aber zunächst erstmal nichts mehr.