Im Schnee von Lappland hat Leverkusens finnischer Nationaltorwart Lukas Hradecky (29) seinen Weihnachtsurlaub verbracht. Bei seinem letzten beruflichen Auftritt in der BayArena hieß sein Vorgesetzter noch Heiko Herrlich - mit Peter Bosz wurde mittlerweile ein neuer Chefcoach installiert. Der Schlussmann freut sich schon auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Vorgesetzten.


Lukas Hradeckys letzter Einsatz vor den Weihnachtsferien war ein Heimspiel gegen Hertha BSC. Es wurde überzeugend und deutlich (3:1) gewonnen. Umso überraschter waren nicht wenige in ​Leverkusen, als einen Tag später bekannt gegeben wurde, dass sich der ​Verein von Trainer Heiko Herrlich trennt.


Zu diesem Zeitpunkt war der Finne bereits auf dem Weg in den Winterurlaub. Mit Herrlichs Nachfolger Peter Bosz (55) wird Hradecky diese Woche zum ersten Mal zusammentreffen. Und der Keeper gibt sich im Gespräch mit der Bild optimistisch-erwartungsvoll. "Ich bin sicher, dass Bosz von seiner Philosophie her sehr viel zu bieten hat", unterstreicht der Keeper eigentlich nur das, was allgemein in der Fußball-Welt über den Niederländer gesagt wird. 


Als ein Vertreter der klassischen holländischen Schule bevorzugt Bosch ein offensives, balldominantes Spiel. Der mit offensiven Klassespielern (Brandt, Havertz, Volland, Bellarabi) gespickte Kader dürfte dafür wie maßgeschneidert sein. Vielleicht gibt sich Hradecky deswegen betont optimistisch, wenn er nach einer eher ernüchternden Hinserie (7 Siegen stehen 7 Niederlagen bei 3 Unentschieden gegenüber) nach den möglichen sportlichen Zielen für die Restsaison befragt wird. 


"Die Europa-Plätze können wir auf jeden Fall noch erreichen - trotz allem. Und im Pokal ist mit dem nötigen Glück immer was möglich", gibt sich der Keeper kämpferisch. Angesprochen darauf, was sich bei Bayer alles ändern müsse, gibt Hradecky zu, dass dies eine schwierige Frage sei. "Es war nicht unbedingt alles falsch. Vielleicht können bei uns ein paar kleine Veränderungen schon entscheidend sein." Ein paar kleine Veränderungen, die jetzt vor allem in den Händen seines neuen Trainers liegen.