Seit dem Abgang von Marwin Hitz zu Borussia Dortmund befindet sich der FC Augsburg in einer stetigen Torwartdiskussion. Weder Fabian Giefer noch Andreas Luthe konnten konstant überzeugen, weshalb sich die Fuggerstädter offenbar nach einem neuen Schlussmann umsehen. Sowohl die Bild als auch der kicker berichteten im Zuge dessen über ein vermeintliches Interesse an Gregor Kobel von 1899 Hoffenheim, der bereits vor Monaten auf regelmäßige Einsätze pochte.


Der 21-Jährige ist hinter Stammtorwart Oliver Baumann die klare Nummer zwei - und das nicht ohne Grund. Kobel, der vor zweieinhalb Jahren von den Grasshoppers Zürich in den Kraichgau wechselte, gilt als großes Torwarttalent und soll Kontrahent Baumann auf lange Sicht zwischen den Pfosten beerben.

Hannover 96 v TSG 1899 Hoffenheim - Bundesliga

  Will öfter spielen, soll aber warmgehalten werden: Gregor Kobel


Das Problem: Die aktuelle Nummer eins befindet sich mit 28 Jahren im besten Fußballeralter und dürfte noch viele Jahre gesetzt bleiben. Doch im September machte Kobel laut kicker bereits deutlich: "Es ist mein Anspruch, mehr zu spielen. Ich werde nicht mein Leben lang Nummer 2 sein wollen."


Allerdings wollen die Verantwortlichen um Sportchef Alexander Rosen den Schweizer kaum ziehen lassen. Ein Verkauf komme nicht in Frage, höchstens ein Leihgeschäft, um "kurzfristig zu Einsätzen zu kommen".


An potentiellen Abnehmern scheint es dafür nicht zu mangeln. Nachdem der kicker bereits über einen Interessentenkreis aus verschiedenen Bundesligaklubs sprach, erklärte auch der frühere Bundesligaspieler und heutige Berater Philipp Degen: "Gregor ist eines der größten Torwarttalente der Welt in seiner Altersstufe, daher bekommen wir regelmäßig Anfragen für ihn" (via ​transfermarkt.de).


Man wolle "Gerüchte nicht im Detail kommentieren", so Degen im Bezug auf das vermeintliche Interesse des FC Augsburg. Diese suchen händeringend nach einem neuen Torwart, weshalb Kobel möglicherweise aufgrund der Perspektive einen Wechsel zu den Fuggerstädtern als realistische Option betrachten könnte. 


Laut dem schweizer Blick ist der Deal sogar schon fast in trockenen Tüchern.

​​