Dass beim Hamburger SV schon mal mehrere Trainer gleichzeitig auf der Pay-Roll stehen, ist seit einigen Jahren beinahe Usus geworden. Aktuell beziehen mit Markus Gisdol, Bernd Hollerbach und Christian Titz drei Ex-Trainer des Vereins weiterhin ihr Gehalt. Einer von ihnen könnte jedoch schon bald wieder einen neuen Job haben und somit die leeren Kassen etwas entlasten.


Bei Hannover 96 geht das Abstiegsgespenst um. Punktgleich mit dem Schlusslicht aus Nürnberg belegen die Niedersachsen einen ernüchternden vorletzten Platz. Grund genug für die Verantwortlichen, sich in der Winterpause nach geeigneten Verstärkungen umzusehen. Und dabei rückt auch der Posten des Cheftrainers ins Visier. Noch-Trainer Andre Breitenreiter (45) ist schwer angeschlagen. Ultimaten, wie kürzlich von Klub-Chef Martin Kind erst ausgesprochen, dann doch halbherzig relativiert, helfen sicherlich nicht, seine Position innerhalb der sportlichen Führung und gegenüber der Mannschaft zu stärken. 

Hannover 96 v Fortuna Duesseldorf - Bundesliga

Noch will man bei 96 mit Breitenreiter den Abstiegskampf angehen - Gisdol soll aber schon bereit stehen.


Doch wenn man sich bislang auf eine unsägliche, womöglich noch Wochen andauernde Hängepartie eingestellt hat, könnte sich jetzt alles viel schneller als erwartet in Wohlgefallen auflösen. Nach Informationen der Mopo besteht Kontakt zwischen Markus Gisdol und Hannover 96. Beide Parteien scheinen einer Zusammenarbeit nicht abgeneigt zu sein. Und das könnte wiederum für den HSV positive Folgen haben. 


Denn: Gisdol ist weiterhin beim HSV beschäftigt. Im Februar dieses Jahres wurde er - branchenüblich - lediglich "beurlaubt". Das Gehalt (geschätzte 75.000 Euro/monatlich) wird ihm weiterhin ausgezahlt. Sollte der Trainer vor Auslauf seines Vertrages mit dem HSV (Juni 2019) einen neuen Arbeitgeber finden, würde der Kontrakt aufgelöst und der HSV die entsprechenden Monatsgehälter einsparen. Geht der Deal zwischen Gisdol und 96 über die Bühne, könnte das die klammen HSV-Kassen um bis zu 400.000 Euro entlasten. Eine Menge Geld für einen fast bankrotten Klub. Entsprechend aufmerksam wird in den kommenden Tagen an Elbe und Alster verfolgt, was an der Leine so passiert.