​​Borussia Dortmund spielte eine herausragende Hinrunde und konnte sich mit der Herbstmeisterschaft krönen. Sportdirektor ​Michael Zorc blickte bei seiner Jahresbilanz jedoch auch auf die eher durchwachsene erste Jahreshälfte zurück und erklärte wie den Borussen die Kehrtwende gelang. 


Der 56-Jährige gab gegenüber dem kicker unumwunden zu, dass der BVB in diesem Jahr "keinen Wohlfühlsommer" erlebt hatte. Aus dem schwachen Abscheiden in der Vor-Saison konnten die Dortmunder jedoch die richtigen Schlüsse ziehen und daher fiel das Endfazit für das bald abgeschlossene Jahr unterm Strich "extrem positiv" aus. Dabei zeigte sich der erfahrene Funktionär vor allem mit den Neuzugängen, sowohl auf der Spielerseite, aber auch vor allem hinsichtlich des neuen Cheftrainers ​Lucien Favre, sehr zufrieden.

Borussia Dortmund v SV Werder Bremen - Bundesliga

Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc bewahrten im Sommer einen kühlen Kopf


"Wir haben die Mannschaft neu aufgebaut - und das Gefühl, dass wir die richtige Mischung gefunden haben. Mit Trainer Lucien Favre, der diese Mannschaft entwickeln kann, sehen wir uns sehr gut aufgestellt", so der gebürtige Dortmunder. Dabei unterstrich der Kaderplaner der Schwarz-Gelben wieder einmal die Detailverliebtheit des 61-jährigen Fußballlehrers, "der auf bestimmte Details Wert legt, denen vorher keine so große Bedeutung beigemessen wurde". Auf den Lorbeeren der Hinrunde wollen sich die Borussen jedoch keineswegs ausruhen. 


"Wir befinden uns mitten in einem Prozess, und wir schauen, an welchen Schrauben wir in Zukunft noch weiter schrauben müssen", so der ehrgeizige Ex-Profi. Dabei habe man die größten Veränderungen zwar bereits durchgeführt, dennoch gelte es immer wieder zu justieren. Da der Deutsche den ewigen Vergleich mit dem FC Bayern München leid ist, unterstrich er, dass man beim BVB von jeher auf sich selbst schaue. "Wir fahren immer unser eigenes Rennen und wollen aus unseren Möglichkeiten das Beste machen", so Zorc.

Borussia Dortmund v 1. FC Nuernberg - Bundesliga

Der neue Trainer Lucien Favre erwies sich als Glücksfall für den BVB


Dabei zeigte sich Zorc durchaus selbstbewusst und erinnerte daran, dass die Dortmunder "nicht zum ersten Mal" an der Tabellenspitze stehen. Ein Quäntchen Glück benötige man jedoch auch in der Rückrunde, so sollten Führungsspieler wie Axel Witsel und Marco Reus tunlichst vor schweren Verletzungen verschont bleiben. 


Mut macht dem Funktionär vor allem auch die starke Moral der Mannschaft, die in diesem Jahr einige Rückstände noch drehen konnte. Dass am Ende des turbulenten Jahres eine Hinrunde mit 42 Punkten heraus sprang, bezeichnete der langjährige Verantwortliche des BVB abschließend als "außergewöhnlich gutes Ergebnis".