Lange war Ottmar Hitzfeld Trainer beim ​FC Bayern, seinen Ex-Klub hat er daher noch genau im Blick. Zur Halbserie hat die Sport Bild den ehemaligen Coach zum Rekordmeister befragt und der legt die ​Schwachstellen im Kader der Münchner in dieser Saison schonungslos offen. Auch zu seinen beiden Ex-Spielern Niko Kovac und Hasan Salihamidzic äußerte der Ruheständler sich.


Während der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge und Präsident Uli Hoeneß ohne den FC Bayern gar nicht denkbar wären, sind Hasan Salihamidzic und Niko Kovac nach ihrer Spielerkarriere beim Rekordmeister vergleichsweise kurz dabei. Beide mussten allerdings schon viel Kritik einstecken. Dennoch sieht Hitzfeld Salihamidzic auf einem guten Weg. Der Sportdirektor habe alle Möglichkeiten, sich den Respekt zu erarbeiten, so Hitzfeld. Zuletzt wurde Salihamidzic ein Posten im Vorstand in Aussicht gestellt.


„Das wäre ja auch eine logische Folge, wenn er aufrücken würde zum Sportvorstand. Dann könnte er dem Vorstand direkt über den Zustand der Mannschaft berichten“, so Hitzfeld in der Sport Bild. Und sollte das nicht klappen, so könne er sich immer noch zwischen seinen beiden Vorgesetzten Rummenigge und Hoeneß profilieren.


Sowohl mit Salihamidzic, als auch mit Kovac tausche er sich noch heute aus, relativierte aber, dass er keine Ratschläge erteile. „Ich habe mich auch mal mit Niko zum Kaffee getroffen, als ich mal in München war. Aber Ratschläge gebe ich nicht, jeder Trainer muss eigene Entscheidungen treffen.“


Wenn er Ratschläge gibt, dann in anderer Form. So hat er die Kaderzusammenstellung des Rekordmeisters kritisiert. „Das hat man versäumt in dieser Saison, dass man auf manchen Positionen für keine richtige Konkurrenzsituation gesorgt hat.“ Eine Winteroffensive wird zwar nicht erwartet, aber spätestens im Sommer werde wohl einiges passieren, um nachzujustieren und die Schwächen zu beheben. „Diese Saison werden die Bayern ganz genau beobachten und nicht im Winter irgendeinen hektischen Transfer tätigen“, ist sich Hitzfeld sicher.