​Atletico Madrids CEO Gil Marin stellte bereits klar, Lucas Hernandez ​nicht im Winter zum FC Bayern München ziehen zu lassen. In einem Interview auf der Vereinshomepage deutete Marin allerdings erneut an, für einen Transfer im Sommer gesprächsbereit zu sein. Zudem bekamen die Spielerberater ihr Fett weg.


Lange wird Lucas Hernandez wohl nicht mehr für Atletico Madrid spielen. Zwar hält sich der Franzose noch sehr bedeckt ("Ich werde wie immer die Pros und Contras abwägen, um die bestmögliche Entscheidung für mich, meine Familie und den Rest meiner Karriere zu treffen"), doch ein Wechsel im kommenden Sommer zum​ FC Bayern München wird immer wahrscheinlicher. 


Auf der Vereinshomepage der Rojiblancos bekräftigte CEO Gil Marin nun erneut die Möglichkeit eines Wechsels von Hernandez zu den Münchenern: "Alle Spieler sind wichtig, keiner ist unersetzbar", erklärte der 55-Jährige. Wichtig sei nur der Verein. Deshalb sei es notwendig, mit einem Spieler, der "sich nicht dazu in der Lage fühlt, das Maximum zu geben oder dies aus irgendeinem Grund nicht tun möchte", eine entsprechende Vereinbarung zu treffen, die im Interesse beider Parteien sei. "Es gibt immer Spieler, die neue und andere Herausforderungen brauchen."



Heißt konkret: Wenn Lucas Hernandez den Verein verlassen möchte, wird Atletico Madrid nach einer passenden Lösung für beide Seiten suchen. Zwar stellte Marin bereits klar, dass der Verteidiger im Winter nicht wechseln wird, doch gegenüber Spox bestätigte er bereits einen Termin mit den Verantwortlichen des FC Bayern: "Wir haben eine gute Beziehung zum FC Bayern und werden uns im Januar mit ihnen treffen, um die Situation zu bewerten." 


Im Interview auf der Atletico-Homepage beklagte sich Marin zudem über die Spielerberater: "Heutzutage beeinflussen Agenten die Arbeit der Sportdirektoren völlig. Die Agenten sind in der Lage, die Vereine zu zwingen, ihre Sport- und Wirtschaftsstrategien zu ändern, das Gleichgewicht in der Kabine und die Einstellung der Spieler als Druckmittel zu ändern, um ein Ziel zu erreichen: Eine Gehaltserhöhung oder ein Transfer zu einem anderen Verein."


Um dies in Zukunft ein wenig zu ändern, fordert der CEO bessere Strukturen und Regelungen für die Arbeit von Spielerberatern, die momentan noch fehlen. "Der Fußballsektor hat sich in vielerlei Hinsicht weiterentwickelt und wird zunehmend reguliert. Es ist jedoch notwendig, dass die Regeln für alle klar sind."