​​Hannover 96 muss nach einer schwachen Hinrunde auf dem vorletzten Tabellenplatz überwintern. Um in der zweiten Saisonhälfte die Wende zu packen, sondiert Manager Horst Heldt den Markt nach möglichen Verstärkungen. Die Suche gestaltet sich bislang aber als schwierig. Ersatzkeeper ​Philipp Tschauner wird die Niedersachsen derweil aller Voraussicht nach verlassen.


Laut Informationen der Neuen Presse haben die Verantwortlichen bei den Hannoveranern den Torhüter als einen der größten internen Kritiker ausgemacht und wollen den Schlussmann daher loswerden. Im Duell um die Nummer Eins hatte er sich zu Saisonbeginn seinem Teamkollegen Michael Esser geschlagen geben müssen. Zuletzt trainierte der Keeper bereits nicht mehr gemeinsam mit der Mannschaft, da er sich in Transferverhandlungen mit dem FC Ingolstadt befand. Dem Vernehmen nach soll die Leihe zum Zweitligisten in Bälde offiziell verkündet werden.

Dem Bericht zufolge soll der Deal von der Führungsetage der Hannoveraner forciert worden sein und Tschauner wechsele nicht ganz freiwillig in den Abstiegskampf in der 2. Bundesliga. Einen neuen Back-up für Esser haben die Hannoveraner dabei schon in der Hinterhand, schließlich kehrt Samuel Sahin-Radlinger bereits am 2. Januar von seiner Leihe bei Brann Bergen zurück. Trennen will sich der Klub zudem noch von Iver Fossum. Der Mittelfeldspieler soll möglichst gewinnbringend an den Mann gebracht werden, um den Niedersachsen auf dem Transfermarkt wieder etwas mehr finanziellen Spielraum zu geben. Bislang konnte man jedoch noch keinen adäquaten Abnehmer finden.


In Sachen Neuzugängen konnten die 96-er bis jetzt noch keinen Vollzug melden. Dabei hat es der Abstiegskandidat angeblich vorrangig auf Spieler mit Bundesliga-Erfahrung abgesehen. Um die Chancen zu erhöhen, sollen dabei vor allem Profis mit auslaufenden Verträgen oder aktuell unzufriedene Spieler herhalten, die man von einem Leihgeschäft überzeugen kann. Nicht zustande kommen wird laut der Neuen Presse die Verpflichtung von ​Pape Abou Cisse. Der Innenverteidiger von Olympiakos Piräus galt als möglicher Stabilisator der wackligen Hintermannschaft. Die kolportierte Ablösesumme von fünf Millionen Euro war jedoch für den Bundesligisten angeblich zu hoch.