Im Sommer wagte ​Borussia Dortmund einen Neuanfang und liegt damit nach dem Ende der Hinrunde voll auf Kurs: Mit sechs Punkten Vorsprung auf den FC Bayern München sicherte sich die Mannschaft unter Trainer Lucien Favre die Herbstmeisterschaft. Innerhalb der Mannschaft gibt es viele neue Gesichter, doch bei der Wahl, ​wer von den Neuzugängen die beste Entscheidung der Verantwortlichen war, fiel das Ergebnis klar zu Gunsten von Axel Witsel aus.


Der 29-Jährige verbrachte die vorherigen Jahre in seiner Karriere nie bei einem europäischen Topklub. Nach seiner Ausbildung bei Standard Lüttich wechselte Witsel im Sommer 2011 zu Benfica Lissabon, nur ein Jahr später zog es ihn zum russischen Spitzenklub Zenit St. Petersburg. 


Der große sportliche Erfolg blieb aus, weshalb er sich nach viereinhalb Jahren im kalten Russland für ein finanziell lukratives Engagement in China entschied und zu Tianjin Quanjian wechselte. Doch nachdem Witsel bei der Weltmeisterschaft gehörig auf sich aufmerksam machte und mit der belgischen Nationalmannschaft den dritten Platz feierte, wurden plötzlich zahlreiche Vereine aus Europa wieder auf ihn aufmerksam.

Borussia Dortmund v Club Atletico de Madrid - UEFA Champions League Group A

  Der Lenker und Denker im zentralen Mittelfeld: Axel Witsel


Nach dem Transfer-Hick-Hack mit den Verantwortlichen von Tianjin erhielt Borussia Dortmund den Zuschlag und nahm den Nationalspieler mit der auffälligen Frisur für 20 Millionen Euro unter Vertrag - ein voller Erfolg. Gemeinsam mit Thomas Delaney bildet er die neue Achse im zentralen Mittelfeld, verschiebt dabei die Bälle wie kein Zweiter und gibt regelmäßig den Takt an. Witsel ist der Puls der Mannschaft, geht mit seiner Erfahrung als Führungsspieler voran und nimmt die jungen Akteure an die Hand, wenn es mal nicht so rund läuft.


Als großer Stabilisator geht bei aller Qualitäten der Offensive ein Großteil des Erfolgs auf sein Konto. Das sehen auch die Fans so, die Witsel in unserem Voting klar und deutlich zum Königstransfer der Schwarz-Gelben ernannten. 75 Prozent aller Stimmen gingen an Witsel - Paco Alcácer, ärgster Verfolger auf Rang zwei, erhielt gerade einmal 16 Prozent.


Die verbliebenen Stimmen teilen sich Achraf Hakimi (6 Prozent) und Thomas Delaney (3 Prozent) auf. Alles in allem wussten alle zur Wahl gestellten Neuzugänge zu überzeugen, doch dass ausgerechnet Witsel, ​der sich nach dem Derby-Sieg über Schalke 04 gemeinsam mit Achraf Hakimi unter die Fanmenge mischte und den 2:1-Erfolg ausgiebig feierte, als wohl wichtigster Transfer gehandelt wird, ist wenig verwunderlich - und mehr als verdient.