Gute Außenverteidiger sind rar. Auf der Suche nach einem Nachfolger für den langjährigen etatmäßigen Linksverteidiger Marcelo scheint Real Madrid nun fündig geworden zu sein. Der Neue ist ein 22-jähriger Spanier und heiß begehrt. 


Nein, was das Ausgeben von Geld angeht, um neue Spieler zu akquirieren, so war ​Real Madrid noch nie wirklich knauserig. Allein im vergangenen Sommer gaben die Königlichen für vier Spieler zweistellige Millionen-Beträge aus. Der teuerste, Vinícius Júnior, kostete seinerzeit alleine 61 Millionen Euro. Bei dem Neuzugang, der bis heute wettbewerbsübergreifend erst 15-mal für die Madrilenen auflief, handelt es sich um einen jungen Profi, der sich auf der linken Spielfeld-Seite wohl fühlt und eine Investition in die Zukunft sein soll. 


Genau so einen wollen die Verantwortlichen von Real Madrid nun nochmal holen. Auch Júnior Firpo ist mit 22 Jahren noch jung, auch er besetzt die linke Seite, wenn auch anders als Vinícius die defensive. Vor allem aber soll auch Firpo ein zukunftsträchtiger Transfer werden. Denn die Linksverteidiger-Position auf der der Spieler zu Hause ist, wird in Madrid seit Jahren von jemandem bekleidet, der mit 30 Jahren in dieser Saison immer wieder seinem Körper Tribut zahlen muss: Marcelo. Es gilt, mittelfristig einen Nachfolger für den loyalen Brasilianer zu finden - und der junge Mann von Betis Sevilla könnte genau so einer sein. 

Kashima Antlers v Real Madrid CF - FIFA Club World Cup UAE 2018

468 Spiele hat Brasilianer Marcelo schon für Real Madrid bestritten


In diesem Jahr erst in die erste Mannschaft gewechselt hat sich Firpo bei seinem Team in der laufenden Saison endgültig durchgesetzt, zudem als Außenverteidiger schon fünf Scorer-Punkte gesammelt. Damit hat er unter anderem die Scouts von Real auf sich aufmerksam gemacht. Doch nicht nur die sind an den Diensten des jungen Spaniers interessiert, auch ​Juventus Turin, der ​FC Arsenal und ​Manchester City sollen um den spanischen U21-Nationalspieler buhlen. 


Und weil die Konkurrenz so groß ist, ist Real Madrid auch diesen Winter schon wieder bereit, tief in die Tasche zu greifen, um die Ausstiegsklausel des Top-Talents zu ziehen. Die liegt zwar bei 50 Millionen, doch scheint es keinen anderen Weg zu geben, den Konkurrenten um eine Verpflichtung des jungen Abwehrspielers zuvorzukommen. Und es wäre ja nicht das erste Mal, dass die Königlichen ihre Zukunft etwas kosten lassen.