WM-Debakel, Abstieg in der Nations League, Rücktritte von langjährigen Stammkräften. Das Jahr 2018 wird für die deutsche Nationalmannschaft nicht in die Annalen eingehen, doch Torwart ​Manuel Neuer richtet den Blick nach vorn.


Ginge es nach den Nationalspielern, würden sie das Jahr 2018 aus ihren Köpfen und denen der Fans so schnell wie möglich ausradieren. Bei der Weltmeisterschaft in Russland war die DFB-Elf als amtierender Titelträger angetreten, die Erwartungen waren enorm, mindestens ins Halbfinale sollte es schon gehen. Doch alles kam anders: Mit dem Ausscheiden in der Vorrunde erlebte die Nationalelf den Tiefpunkt, seit Joachim Löw 2006 als Trainer begonnen und zuvor viele Erfolge gefeiert hatte. Auch Kapitän Manuel Neuer, der erst kurz vor WM-Start fit geworden war, konnte der Mannschaft keine Stabilität geben.


Doch Neuer schaut optimistisch in die Zukunft. "Wir haben einen neuen Spirit in der Mannschaft, aber auch neuen Speed und Spielwitz", schrieb der 32-Jährige in einer persönlichen Mitteilung auf dfb.de. Das seien gute Zutaten für eine erfolgreiche Zukunft, auf die er sich freue. "Als Nationalmannschaft haben wir viel Kredit verloren. Die Zurückhaltung der Fans bei den Spielen gegen Russland und die Niederlande hat dies sehr deutlich gezeigt", räumte Neuer ein. Allerdings sei er sich sicher, dass "wir uns aus diesem Tal befreien. Die Begeisterung in der Mannschaft ist riesig, und wir werden alles dafür tun, dass die Begeisterung um die Mannschaft auch wieder riesig wird", sagte er. 


In seinem Statement behandelte der Profi des ​FC Bayern München auch Löws Umgang mit dem Umbruch: "Die Analyse der WM hat zur Konsequenz, dass der Bundestrainer das Gesicht der Mannschaft ändert und vielen neuen Spielern eine Chance gibt. Für mich ist das erstens genau richtig und zweitens total spannend", so Neuer, der fortführte: "Ich finde es auch richtig, dass Löw neben den vielen Jungen auch auf ein Gerüst aus erfahrenen Spieler setzt. Die Zusammensetzung führt zu einer neuen Dynamik in der Mannschaft, von der alle profitieren."


Erst mit einem Testspiel gegen Serbien am 20. März 2019 startet das kommende Länderspiel-Jahr. Vier Tage später kommt es in der EM-Qualifikation zum ersten Kräftemessen gegen die Niederlande. Des Weiteren trifft man auf Nordirland, Weißrussland und Estland.