Dem ​FC Bayern München steht ein Umbruch bevor, so viel ist klar. ​Borussia Dortmund hat diesen bereits größtenteils vollzogen und scheint dem Rekordmeister derzeit einen Schritt voraus. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat eine einfache Erklärung, warum das so ist.


Nach dem 3:0 bei ​Eintracht Frankfurt resümierte Rummenigge bei Sky ein wenig die Hinrunde des FC Bayern: "Wir haben gegen drei Mannschaften aus dem unteren Drittel insgesamt sechs Punkte verloren", sagte er und verwies damit auf die Unentschieden gegen ​Augsburg​Freiburg und ​Düsseldorf. Wären dies die eigentlich standesgemäßen Heimsiege geworden, wären die Bayern nun Punktgleich mit dem BVB.


Doch das Leben wie auch der Fußball finden nun einmal nicht im Konjunktiv statt. Deshalb konzentrierte sich Rummenigge lieber darauf, zu erwähnen, dass die Probleme aus der Hinrunde gelöst wurden: "Es hat Gespräche mit Niko (Kovac) und einigen Spielern gegeben. Das hat auch ein Stück weit dazu geführt, dass sich die Mannschaft wieder mit dem Trainer zusammengefunden hat. Niko und die Mannschaft sind wieder eine Einheit."


Diese Einheit konnte in der Bundesliga zuletzt fünf Siege in Serie einfahren, den zweiten Tabellenplatz erobern und in der Champions League als Gruppensieger ins Achtelfinale einziehen. Der deutliche Auswärtssieg in Frankfurt stellte einen versöhnlichen Jahresabschluss dar. "Die Mannschaft, die auf dem Platz gestanden hat, hat das sehr gut gemacht. Es war wichtig, dass wir nach der kleinen Krise gut reagiert haben. Das hat die Mannschaft mit dem Trainer sehr gut gemacht. Ich bin optimistisch", sagte Rummenigge.


Der 63-Jährige glaubt an eine "emotionale Rückrunde, die wird es sicher geben." Zudem erklärte Rummenigge, wieso der bisherige Umbruch von Borussia Dortmund deutlich besser geklappt hat, als der der Bayern. "Der BVB hat eine völlig andere Philosophie als Bayern. Sie können jüngere Spieler einbauen, weil die Öffentlichkeit viel mehr Geduld hat, als es bei Bayern der Fall wäre."


Die Münchener hätten nun zunächst einmal die Gegenwart meistern müssen, im Sommer soll es dann entscheidend voran gehen: "Wir werden diesen Umbruch bewältigen. Bayern München wird in der Zukunft genauso strahlen, wie es in der Vergangenheit der Fall war." Doch auch Transfers bereits im Winter schloss der Vorstandschef nicht aus. "Das ist noch nicht final entschieden. Hasan Salihamidzic bearbeitet mit seinem Scouting-Team jetzt viele interessante Spieler, das ist seine Aufgabe."