Am Mittwochabend konnte der ​FC Bayern München das Spitzenspiel gegen RB Leipzig mit 1:0 für sich entscheiden. Dabei durfte in der Innenverteidigung ​Mats Hummels mal wieder von Beginn an ran. Da der deutsche Nationalspieler zuvor aber häufig nur die zweite Wahl war, soll er dem Vernehmen nach mit einem Wechsel in die Premier League liebäugeln. Die Führungsebene der Bayern hat sich nun jedoch zu den Wechselgerüchten geäußert.​


Die Gerüchte um einen baldigen Abgang des 30-Jährigen wurden zuletzt auch dadurch befeuert, dass die Münchner laut Informationen der Marca angeblich kurz vor der Verpflichtung von ​Lucas Hernandez stehen. Der 22-Jährige steht aktuell bei Atletico Madrid unter Vertrag und ist in der Verteidigung variabel einsetzbar. So kann er sowohl auf der linken Außenbahn spielen, aber auch in der Zentrale seinen Mann stehen. 

Ajax v FC Bayern Muenchen - UEFA Champions League Group E

Rummenigge lässt bei der Personalie Hummels keinen Raum für Spekulationen


Wie die BILD in Erfahrung gebracht hat, soll Hummels seinen Berater Marc Kosicke nach England ausgesandt haben um erste Sondierungsgespräche mit englischen Spitzenklubs zu führen. Dabei sollen insbesondere der FC Chelsea und die Tottenham Hotspur in der Gunst des 70-fachen Nationalspielers ganz weit oben stehen. Dem Bericht zufolge soll der Bayern-Defensivspieler dabei sogar einem Abgang in diesem Winter nicht abgeneigt sein.


Nach dem Sieg gegen die Bullen stellte nun jedoch Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge laut Spox einiges klar. "Wir hatten mit Mats vor ein paar Tagen ein Gespräch. Er wird gesichert in der Rückrunde bei uns spielen", so der 63-Jährige. Sportdirektor Hasan Salihamizic pflichtete seinem Chef nur kurz darauf bei und versicherte ebenfalls, dass die Bayern nicht an einer Trennung von ihrem langjährigen Spieler interessiert seien. 

Dabei räumte der Bosnier jedoch ein, dass der Verteidiger mit seiner derzeitigen Situation bei den Bayern nicht zufrieden sei und es deshalb vor kurzem zu einem Gespräch gekommen war. "Wenn ein Spieler nicht immer spielt, ist es doch klar, dass man Gespräche führt. Er wollte mit mir sprechen, mit Karl-Heinz Rummenigge auch. Wir haben gesprochen und ich habe ihm meine Sichtweise erklärt. Und er hat mir seine Sichtweise erklärt", so der 41-Jährige.


Der Funktionär wollte dabei den Ausgang des Gesprächs nicht preisgeben, unterstrich aber, dass er selbst den Eindruck gewonnen hatte, "dass wir auf einen Nenner gekommen sind". Ein Abgang noch in der kommenden Transferphase scheint daher vorerst vom Tisch zu sein. Ob der ehemalige Borusse seinen bis zum Sommer 2021 dotierten Vertrag aber zur Gänze erfüllen wird, steht indes weiterhin in den Sternen. In der laufenden Saison wurde der ehemals unangefochtene Stammspieler bereits in zehn Spielen nicht eingesetzt.