BREMEN, GERMANY - DECEMBER 07: Josh Sargent of SV Werder Bremen celebrates scoring the third goal during the Bundesliga match between SV Werder Bremen and Fortuna Duesseldorf at Weserstadion on December 07, 2018 in Bremen, Germany. (Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

Marktwert-Update: Viel Bewegung bei Werder Bremen

Nach dem furiosen Saisonstart ließ der SV Werder Bremen zuletzt einige Punkte liegen. Es ist noch unklar, wohin der Weg in dieser Spielzeit führen wird, aber man ist sich weitgehend darüber einig, dass die Mannschaft viel Potential hat. Dies drückt sich auch in den aktualisierten Marktwerten aus.


Bei Werder Bremen ist man darum bemüht, die Erwartungshaltung nicht zurückzuschrauben. Der europäische Wettbewerb ist weiterhin das Ziel der Mannschaft, die mit mutigem Offensivfußball überraschte. Obwohl man zuletzt gegen die Spitzenteams der Liga eher schlecht aussah, kristallisierten sich neue Talente und spielerische Klasse in Grün-Weiß heraus.


Die wertvollsten Spieler der Bremer sind Davy Klaassen und Maximilian Eggestein, deren Dienste nun jeweils 20 Millionen Euro wert sind. Doch es gibt auch einige Verlierer, von denen einige vor der Aussortierung stehen.

1. Davy Klaassen (+3 Mio.)

Der niederländische Neuzugang war vom ersten Tag an die Verstärkung, die man sich an der Weser erhofft hatte. Für Davy Klaassen überwies Werder 13,5 Millionen Euro an den FC Everton – damals war der Mittelfeldakteur 15 Millionen Euro wert. Seitdem verpasste Klaassen kein einziges Spiel unter Florian Kohfeldt. Sein Marktwert stieg dementsprechend rasant auf zunächst 17, dann auf aktuell 20 Millionen Euro an. Wie wichtig er für die Bremer ist, zeigt Manager Frank Baumann, der die jüngste Verletzung des 25-Jährigen bei Sky mit den Worten kommentierte: „Wir haben unseren besten Spieler verloren.“ Jetzt äußert sich dies auch am Preisschild. 

2. Maximilian Eggestein (+3 Mio.)

Maximilian Eggestein ist ein weiterer Stammspieler, dem Kohfeldt immer vertraut. Der 22-Jährige ist ein Kandidat für die deutsche Nationalmannschaft, obwohl es besonders im Mittelfeld viel Konkurrenz gibt. Dabei kommen Eggestein seine Zweikampfstärke und sein gefährlicher Torabschluss aus der Distanz gleichermaßen zugute. Diese Qualitäten spiegeln sich auch in seinem Marktwert wieder: Mit 20 Millionen Euro ist er auf einem Niveau mit Klaassen und mit ihm zusammen der wertvollste Profi im Kader. Auch wegen ihm holte Werder früh in der Saison einige Punkte, da ihm die Gegner noch viele Freiheiten auf dem Feld ließen. Zukünftig werden die Konkurrenten Eggestein nicht mehr unterschätzen. 

3. Max Kruse (-2 Mio.)

Stürmer Max Kruse ist unumstritten sehr wichtig für die Moral der Mannschaft und für die Organisation auf dem Platz. Doch man darf dem Bremer Kapitän attestieren, dass er es zu selten schafft, seine Qualitäten in Zählbares umzumünzen. Vor allem in den vergangenen Spielen konnte er nicht den Unterschied machen, der ihm von den Vereinsverantwortlichen zugetraut wird. Die Form Kruses entspricht der der gesamten Mannschaft zu diesem Zeitpunkt der Saison. Folglich ist sein Marktwert von zwölf auf zehn Millionen Euro gesunken. 

4. Milot Rashica (-2,5 Mio.)

Mangelnde Einsatzzeiten wirken sich also auf den Marktwert aus: Milot Rashica spielt beim SVW nur noch eine Nebenrolle, obwohl Kohfeldt weiterhin versucht, ihn nah an der Mannschaft zu halten. Doch da er an den vielen Offensivspielern Werders nicht vorbeikommt, ist sein Marktwerkt nun auf 4,5 Millionen Euro gesunken. Sein Vertrag an der Weser läuft noch bis 2022, insofern hat er noch Gelegenheit, seinen Wert für das Team und für sich selbst zu steigern. Zuletzt vertraute Kohfeldt wieder häufiger auf den Flügelflitzer.

5. Johannes Eggestein (+2,5 Mio.)

Johannes Eggestein kommt zwar nur sporadisch zum Einsatz, konnte seinen Marktwert im Vergleich zu Rashica aber steigern. So wird dem Nachwuchsstürmer nach wie vor eine große Karriere zugetraut, auch, wenn sie länger auf sich warten lässt als erhofft. Sein Marktwert erhöhte sich auf vier Millionen Euro, nachdem er mit 1,5 Millionen in die Saison gestartet war. Der Vertrag des 20-Jährigen läuft im Sommer aus. Ebenso wie seinen älteren Bruder Maximilian will Werder beide im Verein halten: „Wir sind schon zuversichtlich, dass beide bleiben. Maxi und ich kennen uns seit sechs Jahren – Jojo kenne ich auch schon lange“, sagte Kohfeldt bei Sky

6. Josh Sargent (+2 Mio.)

Erster Kaderplatz – erster Bundesligaeinsatz – erstes Tor: Dieses Traumdebüt von Joshua Sargent dürfte dafür verantwortlich sein, dass sich der Marktwert des 18-Jährigen auf drei Millionen Euro erhöht hat. Sein Talent war zu keinem Zeitpunkt umstritten, aber nur durch Einsätze in der zweiten Mannschaft der Bremer hätte er seinen Wert nicht derart steigern können. Kohfeldt vertraute Sargent auch im darauffolgenden Spiel und wird ihn in der laufenden Spielzeit sicherlich weiterhin berücksichtigen. Das obere Limit hat der US-Amerikaner noch nicht erreicht. 

7. Kevin Möhwald (-0,5 Mio.)

Rechtzeitig vor den aktuellen Marktwertanpassungen kam Kevin Möhwald noch in drei Partien in Folge zum Einsatz. Trotzdem muss der Neuzugang vom 1. FC Nürnberg einen Abfall seines Marktwerts in Kauf nehmen: Bei seinem Wechsel zu Werder war der Mittelfeldspieler noch drei Millionen Euro wert; mittlerweile hat sich der Betrag um 500.000 Euro reduziert. Das wird die Bremer nicht weiter interessieren: Werder konnte Möhwald ablösefrei verpflichten. 

8. Fin Bartels (-0,5 Mio.)

Nachdem Fin Bartels über Monate hinweg verletzt ausfiel, arbeitet er nun an seinem Trainingsrückstand. Mittlerweile ist es ein Jahr her, dass er sich einen Achillessehnenriss zuzog und bis heute kein einziges Spiel mehr absolvieren konnte. Folgerichtig wurde sein Marktwert auf zwei Millionen Euro reduziert, nachdem er trotz Verletzung immerhin noch mit 2,5 Millionen bewertet wurde. Seinen Zenit erreichte der 31-Jährige im Sommer 2017, als er fast vier Millionen Euro wert war.  

9. Niklas Moisander (-0,5 Mio.)

Niklas Moisander ist nun nur noch zwei Millionen Euro wert. Kohfeldt betonte zu Saisonbeginn, dass der 33-jährige Innenverteidiger großen Anteil an den starken Auftritten Werders hatte. So ist sein Martkwertverlust eher eine logische Folge seines zunehmenden Alters und seiner jüngsten Verletzung, die ihn etwas zurückwarf. Für die Bremer Defensive ist er nach wie vor wichtig. Man holte ihn vor zwei Jahren für weniger als zwei Millionen Euro Ablöse von Sampdoria Genua und stattete ihn mit einem Vertrag bis 2021 aus. 

10. Sebastian Langkamp (-1 Mio.)

Sebastian Langkamp verliert ebenfalls und weist nun einen Marktwert von ebenfalls zwei Millionen Euro auf. Der Vertreter Moisanders kam für eine Million Euro ablöse von Hertha BSC Berlin nach Bremen und ist nun eine Million Euro weniger wert als zu Saisonbeginn. Der 30-Jährige ist noch bis 2020 an Werder gebunden. Immerhin durfte er seit Januar schon 15 Mal in Grün-Weiß auflaufen.

11. Felix Beijmo (-1 Mio.)

Der Abwehrspieler Felix Beijmo wartet hingegen noch auf das erste Bundesligaspiel seiner Karriere. Insofern sind die drei Millionen Euro Marktwert des Sommers als Vorschusslorbeeren zu verstehen, denen der Linksverteidiger noch nicht gerecht wurde. Nach nur drei Einsätzen in der Regionalliga Nord wurde diese Summe auf jetzt zwei Millionen Euro korrigiert. Beijmo kommt einfach nicht an seinem Landsmanns Ludwig Augustinsson auf der linken Abwehrposition vorbei.  

12. Aron Jóhannsson (-0,75 Mio.)

Der Marktwert von Aron Jóhannsson beträgt mittlerweile nur noch eine Million Euro. Dabei hat Werder im Sommer 2015 noch über vier Millionen Ablöse an AZ Alkmaar gezahlt, um den Mittelstürmer zu verpflichten. In der Bundesliga kam er seitdem erst auf 27 Einsätze. Eine Zukunft bei Werder hat er wohl nicht mehr. Im Sommer läuft sein Vertrag aus.  

13. Stefanos Kapino (-0,75 Mio.)

Stefano Kapino ist Ersatztorhüter der Bremer und hat hinter dem überragenden Jiri Pavlenka nicht den Hauch einer Aussicht auf Einsätze in der ersten Mannschaft. Da er sich auch nicht mit guten Leistungen auszeichnen kann, wurde der Marktwert des 24-jährigen Griechen nun auf 750.000 Euro korrigiert. Zu allem Überfluss ist er aktuell auch noch verletzt. Sein Kontrakt läuft bis 2020.  

14. Luca Caldirola (-0,3 Mio.)

Luca Caldirola steht vor dem Aus bei Werder. Daher durfte sich der Innenverteidiger schon im Sommer nach einem neuen Verein umsehen, fand aber keinen Arbeitgeber. Sein Marktwert ist auf einen Tiefpunkt von 700.000 Euro gefallen. Aktuell trainiert er mit der zweiten Mannschaft des SVW und bekommt keine Spielpraxis. Sein Vertrag läuft im Juni 2019 aus.   

15. Thore Jacobsen (-0,1 Mio.)

Der 21-jährige Thore Jacobsen kommt aus der Jugend des Hamburger SV und konnte ablösefrei verpflichtet werden. Er kam zunächst in der zweiten Mannschaft der Grün-Weißen zum Einsatz, bevor er im Sommer einen Profivertrag bis 2021 unterschrieb. Doch noch wartet der Linksverteidiger auf seine erste Kadernominierung, daher hat sich sein Marktwert von zunächst 400.000 auf 300.000 Euro reduziert.   

Quelle: Transfermarkt.de