Als Jhon Cordoba für 17 Millionen Euro von Mainz nach Köln wechselte, fragten sich viele Beobachter, woher die hohe Summe stammt, die die Rheinländer auf den Tisch legen mussten. Lange als Flop verschrieen, scheint der Kolumbianer nun zurückzuzahlen und zeigt, warum er so viel Geld kostete.


Die Herbstmeisterschaft hat der ​1. FC Köln in der zweiten Liga knapp verpasst, doch auch so scheint alles in die richtige Richtung in der Domstadt zu laufen. Nachdem der neue Trainer Markus Anfang schon in der Kritik stand und sich aufgrund seiner Spielweise rechtfertigen musste, stellte er vor wenigen Wochen das System um - seither läuft es beim Effzeh.


Anfang wechselte von einem auf zwei Stürmer und wer nun dachte, Simon Terodde und Jhon Cordoba würden sich gegenseitig auf den Füßen stehen, sieht sich nach wenigen Wochen getäuscht. Stattdessen harmonieren die beiden Angreifer und vor allem Cordoba zeigt seit der Umstellung seine Qualitäten, für die der ​1. FSV Mainz vor anderthalb Jahren satte 17 Millionen Euro haben wollte.

Alles begann mit dem 8:1 gegen Dynamo Dresden Anfang November. Dort konnte der Kolumbianer mit einem Doppelpack glänzen, seither war er in jedem Spiel mindestens an einem Tor beteiligt. Sowohl in Darmstadt beim 3:0, als auch beim 4:0 daheim gegen Greuther Fürth konnte er erneut netzen, gegen Jahn Regensburg lieferte er immerhin eine Vorlage zum zwischenzeitlichen 3:0. Und gestern gegen den 1. FC Magdeburg war er erneut mit einem Treffer zur Stelle.


Überhaupt hat die Systemumstellung dem gesamten Team viel mehr Sicherheit gebracht, so fingen sich die Kölner in den vergangenen fünf Partien lediglich zwei Gegentreffer, bei 21 eigenen geschossenen Toren. War zuvor vor allem die Defensive und die fehlende Balance kritisiert worden, scheint der Wechsel zu zwei Angreifern und somit Jhon Cordoba dem gesamten Team mehr Stabilität verliehen zu haben.


So scheint Cordoba dann doch noch seinen Wert für den 1. FC Köln zu beweisen, wenn auch mit Verspätung. Sein Vertrag aber läuft noch bis 2021 in der Domstadt, Zeit genug also, um auch den größten Kritikern zu zeigen, dass er eben mehr als nur ein Transferflop ist, bei dem man sich über den Tisch hat ziehen lassen. Cordoba scheint seine Rolle gefunden zu haben. Für Markus Anfang und die Aufstiegsträume der Rheinländer ist das nicht verkehrt.