​​Paris Saint-Germain eilt auch in dieser Saison in der Ligue 1 einem ungefährdeten Meistertitel entgegen. Mittelfeldspieler ​Adrien Rabiot war unter seinem Trainer ​Thomas Tuchel zwar zuletzt meist gesetzt, dennoch entschloss sich der Franzose dafür, seinen Vertrag bei PSG nicht zu verlängern. Wie nun Sportdirektor Antero Henrique bestätigte, wird der 23-Jährige den Klub spätestens nach dem Ende dieser Saison verlassen.


Um den sechsfachen französischen Nationalspieler ranken sich bereits seit Monaten mehrere Gerüchte. Dabei wird der Edeltechniker auch immer wieder mit dem FC Barcelona in Verbindung gebracht. Im Sommer 2013 vom FC Toulouse in die Hauptstadt gewechselt, verbrachte der 1,91-m-Schlaks bislang fünf sehr erfolgreiche Jahre bei den Parisern und konnte fünf Meisterschaften und vier nationale Pokalsiege feiern. Für die Zukunft hat sich der ehrgeizige Mittelfeldakteur jedoch neue Ziele gesetzt und wünscht eine Luftveränderung.

Wie Sportdirektor Antero Henrique gegenüber Yahoo Sport berichtet, habe der Spieler dem Verein mitgeteilt, "dass er keinen neuen Vertrag unterschreiben werde und den Verein verlassen will - und zwar am Saisonende, wenn er ablösefrei ist". Dabei habe man vor wenigen Monaten eigentlich noch aussichtsreiche Gespräche mit Rabiot und dessen Berater geführt und sei kurz vor einer Einigung gewesen. Dann habe es aber ein Umdenken seitens des Profis und seinem Beraterstab gegeben und die Verhandlungen seien eingestellt worden.


Auf diesen Sinneswandel reagierte Henrique nun ziemlich verschnupft und kündigte an, dass der Spieler nun für "unbestimmte Zeit auf der Bank" schmoren müsse. Dabei warf der 50-Jährige dem Tross des Linksfußes vor, den Klub bewusst in die Irre geführt zu haben und verurteilte diese Herangehensweise als respektlos, schließlich habe Rabiot von Seiten des Klubs immer die volle Unterstützung erhalten.


Da man in diesem Winter die letzte Möglichkeit hat mit einem Verkauf des zentralen Mittelfeldspielers Geld zu generieren, schließt der Kaderplaner der PSG einen Abgang in der kommenden Transferperiode nicht mehr kategorisch aus. "Wir beschäftigen uns damit, ja", so der Portugiese. Bei einem entsprechenden Angebot, beispielsweise von Barca, würde man sich angesichts der befürchteten Unruhen die durch den Rausschmiss aus der Stammelf drohen, wohl bereits mit einer verhältnismäßig geringen Summe abfinden. Der Schnäppchenpreis des erfahrenen Profis könnte nun aber auch andere Interessenten auf den Plan rufen.