Immer wieder verhalf der ​FC Bayern München in den vergangenen Jahren den Vereinen, die finanziell vor Schwierigkeiten standen. Wie Hans-Peter Moll, früherer Vize-Präsident von Borussia Mönchengladbach, gegenüber der Rheinischen Post offenbarte, griff der Rekordmeister vor einiger Zeit auch den 'Fohlen' unter die Arme.


Es war das Jahr 1992, in dem die Borussia zu knabbern hatte. Trotz sportlicher Erfolge wie dem Einzug ins DFB-Pokalfinale war der Verein finanziell angeschlagen, woraufhin die UEFA vorstellig wurde und mit einem Verfahren drohte. "Es ging um 700.000 Mark, etwa 350.000 Euro", erinnert sich Moll. Dabei ging es um fällige "Ablöseraten für die Spieler [Martin] Dahlin und [Peter] Nielsen. Eine Krisensitzung folgte der anderen."


Neben einem möglichen Insolvenzantrag habe sich Moll mit Alternativen beschäftigt und fand eine Idee: Die Borussia verhandelte beim Verkauf von Stefan Effenberg an den FC Bayern München im Sommer 1990 eine Beteiligung bei einem Weiterverkauf. Effenberg wechselte im selben Jahr zum AC Florenz, doch eigentlich hätten die Münchner den fälligen Anteil nicht sofort zahlen müssen. 


Daraufhin habe sich Moll mit Paul Breitner unterhalten, der wiederum Uli Hoeneß davon überzeugen konnte, die damalige Summe von 900.000 Mark sofort zu zahlen. Dies wiederum rettete die Gladbacher, die in den folgenden Jahren weiterhin stabile Leistungen zeigen sollten und sich schlussendlich im Sommer 1995 mit dem Gewinn des DFB-Pokals, dem bis dato letzten Titel, krönen sollten. Im selben Jahr erreichte man den fünften Platz in der Bundesliga, ein Jahr später feierte man sogar den vierten Rang.

Borussia Moenchengladbach v 1. FSV Mainz 05 - Bundesliga

    Muss sich keine Gedanken um die wirtschaftliche Zukunft des Vereins machen: Sportdirektor Max Eberl



Im Jahr 1999 folgte allerdings der Abstieg in die zweite Liga, jedoch kehrte man zwei Jahre später wieder zurück. Mittlerweile hat der Verein die kritischen Jahre, die von 2007 bis 2011 folgen sollten überstanden und steht wirtschaftlich so gut da wie noch nie. Geschuldet ist dies der Arbeit von Sportdirektor Max Eberl, der den Verein in den vergangenen zehn Jahren ankurbelte und stetig in neue Dimensionen aufstiegen ließ.