​Seit kurzem ist der ​FC Bayern München wieder zu einem System zurückgekehrt, indem Thomas Müller als hängende Spitze agiert. So gab es zuletzt drei Siege in Folge - Zufall? Nicht, wenn es nach Robert Lewandowski geht.


Wie die Sport Bild berichtet, gab es vor Kurzem eine interne Aussprache der Bayern-Führungsspieler Manuel Neuer, Franck Ribery, Thomas Müller und Robert Lewandowski mit der sportlichen Führung sowie anschließend Niko Kovac. Dabei wurden auch taktische Aspekte besprochen, wie Lewandowski verriet: "Das Thema Strafraumbesetzung haben wir jetzt intern besprochen." Dabei ging es wohl auch um die generelle Aufstellung der Mannschaft in der Offensive.


In den vergangenen drei Spielen setzte Kovac wieder auf ein 4-2-3-1 System, welches der Mannschaft mehr Stabilität verleihen sollte. Auch gegen ​Borussia Dortmund war dies bereits der Fall und funktionierte zumindest in der ersten Halbzeit sehr gut. Ein weiterer wichtiger Aspekt: Thomas Müller spielt wieder im Zentrum als hängende Spitze, kann sich so freier bewegen und seinen eigenwilligen Spielstil besser einbringen.


"Das wird nun besser umgesetzt – auch dank Thomas", sagte Lewandowski in der Sport Bild über die Umstellungen im Angriff. "Wir kreieren nun mehr Situationen als zwischen dem fünften und zehnten Spieltag." Zudem lobte der polnische Nationalspieler das Zusammenspiel mit Müller: "Es ist besser, wenn ich mit jemandem im Sturmzentrum spielen kann. Mit Thomas neben mir wird es leichter, er hilft auch mir sehr viel, wir ergänzen uns sehr gut."


Das lässt sich auch an den Zahlen belegen: In den sieben Partien, in denen der Rekordmeister im 4-2-3-1 mit Müller und Lewandowski auflief, hat der 30-Jährige eine bessere Torquote als in allen anderen Spielen. Zudem mussten die Bayern in diesem System lediglich eine Niederlage hinnehmen. Das war beim Auftritt in Dortmund, welcher dennoch als einer der besten in dieser Saison gilt. 


Alles in allem haben die vorgenommenen Umstellungen an System und Spielweise geholfen, die Münchener wieder in die Spur zu bringen. Die drei Siege aus den vergangenen drei Spielen wirkten wieder gewohnt souverän. Auch deshalb zeigte sich Niko Kovac auf der Pressekonferenz vor dem Spiel bei Ajax Amsterdam ob eines möglichen zweiten Platzes in der Champions-League-Gruppenphase unbeeindruckt. "Glauben Sie mir, gegen Bayern München möchten die anderen auch nicht gerne spielen", sagte Kovac selbstbewusst im Hinblick auf die damit verbundenen schwierigeren Gegner.