​Der ​FC Bayern will am Mittwochabend seine Erfolgsserie fortsetzen und bei Ajax Amsterdam den Gruppensieg perfekt machen. Mindestens ein Remis ist dafür nötig. Am Dienstag machte sich der Bayern-Tross auf dem Weg in die niederländische Hauptstadt - ohne Karl-Heinz Rummenigge, dafür mit Hasan Salihamidzic in neuer Chefrolle. Das war heute los beim Rekordmeister.


Neben Rummenigge fehlte auch Arjen Robben am Flughafen. Dem Flügel-Routinier bleibt ein Auftritt in seiner Heimat verwehrt. Robben steht auch für das abschließende Gruppenspiel in der ​Champions League nicht zur Verfügung.


Brazzo macht den Kalle


Am Flughafen ​stellte sich dieses Mal Brazzo den Medienvertretern und erklärte seine leicht veränderte Rolle den Journalisten. "Karl-Heinz Rummenigge hat gesagt, dass er mir das übertragen möchte. Das wird dann so bleiben - vielleicht mit Ausnahmen", erklärte der FCB-Sportdirektor.


Der zeigte sich dabei durchaus selbstbewusst und erklärte, dass er in seiner bisherigen Amtszeit mehr bewegt habe als seine Vorgänger in ihrer gesamten Zeit in München. Außerdem betonte er selbstverständlich die Wichtigkeit des Gruppensieges.


Salihamidzic über Ribery & Coman


Salihamidzic äußerte sich vor dem Abflug auch ​zur Personalie Franck Ribery. Der wird wohl seinem kongenialen Partner Arjen Robben im kommenden Sommer folgen und den FC Bayern verlassen. Damit würde die Ära von Robbery an der Säbener Straße endgültig enden. "Ich denke, so wird es auch sein. Es ist ein Jahr der Veränderungen", meinte Brazzo.


Auch zum designierten Ribery-Nachfolger Kingsley Coman hatte er eine Meinung. Der hatte jüngst erklärt, über eine Karriereende nachdenken zu wollen, falls er sich erneut schwer verletzen würde. Brazzo nahm dem den Wind aus den Segeln. Er könne Comans Äußerung "aus der Emotion heraus" natürlich verstehen. Er selbst habe in einem Jahr zwei Kreuzbandrisse verkraften müssen. Brazzo will deshalb mit Coman noch einmal unter vier Augen sprechen. Schließlich plant man die Bayern-Zukunft mit dem Franzosen.


Rätselraten um Fekir & Pavard


Im Laufe des Tages gab es zudem unterschiedliche Meldungen zu den möglichen Neuzugängen Nabil Fekir (Lyon) und Benjamin Pavard (VfB). Laut France Football sei ​Bayern zuversichtlich, den französischen Spielmacher verpflichten zu können. Die kolportierte Ablöse liege bei rund 40 Millionen Euro. Der streitbare Lyon-Präsident Präsident Jean-Michel Aulas​ verkündete gegenüber RMC dagegen, dass man auf einem guten Weg sei, den bis 2020 laufenden Vertrag mit Fekir zu verlängern.


Bei Pavard sieht die Sache eher umgekehrt aus. Der Weltmeister vom VfB habe laut Sky-Infos den Schwaben mitgeteilt, ​dass er noch im Winter nach München wechseln wolle. FCB-Coach Niko Kovac wollte auf der Pressekonferenz am Abend davon allerdings nichts wissen: "Ich bleibe dabei, dass er ein sehr guter Spieler ist. Aber wir haben drei Innenverteidiger. Da macht es keinen Sinn, einen vierten, fünften oder sechsten zu holen.“


Kovac & Lewandowski bei der PK


Kovac wollte sich viel lieber auf sein aktuelles Personal und den kommenden Gegner konzentrieren. "Das ist eine sehr, sehr gute Mannschaft! Ajax hat weltweit einen großen Namen. Das wird morgen ein interessantes Match. Wir möchten dieses Spiel gewinnen und die Fehler, die wir im Hinspiel gemacht haben, nicht wiederholen", sprach er zu den Medienvertretern.

Ein Garant des Bayern-Aufschwungs in den vergangenen Spielen ist sicherlich auch Robert Lewandowski. Für Kovac ist der FCB-Torjäger "so eine Art Lebensversicherung". 

Nach der PK ging es dann noch auf den Platz in der Johan-Cruyff-Arena. Das Abschlusstraining war angesagt. Auf dem grünen Rasen liegt morgen die Wahrheit - Achtung Phrasendrescher - wie immer auf dem Platz. Ein Punkt reicht für Platz Eins, in Mia-san-mia-Manier wollen die Bayern aber natürlich gewinnen.