Als Nachfolger des abgewanderten Lukas Hradecky sollte Frederik Rönnow die neue Nummer eins bei ​Eintracht Frankfurt werden, doch der 26-Jährige erlebte einen denkbar schlechten Start. Seit der Rückkehr von Kevin Trapp wartet Rönnow auf seine nächste Chance und will diese nutzen, wenn er am Donnerstag beim Gastspiel in der Europa League gegen Lazio Rom zwischen den Pfosten stehen darf. "Ich freue mich darauf", sagte er im Gespräch mit dem kicker und ließ zugleich durchblicken, wie schwierig es bislang für ihn bei der Eintracht war.


Die Vorfreude auf seine neue Herausforderung war groß. ​Schon früh wickelten die Verantwortlichen der Eintracht den Transfer von Frederik Rönnow ab, der Lukas Hradecky, der mittlerweile für Bayer Leverkusen spielt, schlussendlich zum dritten Mal in seiner Karriere beerben sollte.


"Darauf habe ich mich lange vorbereitet, mich dann aber direkt im ersten Training am Knie verletzt", blickte der Nationaltorhüter enttäuscht zurück. "Das ist ein Grund, warum die Situation nun so ist."


Die gegenwärtige Situation gestaltet sich als schwierig. ​Kurz vor dem Ende des Transferfensters verkündeten die 'Adler' die Rückkehr von Kevin Trapp, der seither die klare Nummer eins ist. Bis zum Sommer ist der Ex-Kapitän von Paris St. Germain ausgeliehen, doch dass ihn die Verantwortlichen am liebsten fest verpflichten würden, ist ein ​offenes Geheimnis.

Hertha BSC v Eintracht Frankfurt - Bundesliga

  Der Grund für Rönnows Unzufriedenheit: Eintracht-Keeper Kevin Trapp


Was das Knie betrifft, zeigt die Tendenz bei Rönnow "in die richtige Richtung", doch auf sportlicher Ebene hat der 26-Jährige dementsprechend zu knabbern. "Es ist hart, wie es für jeden hart ist, der nicht spielt", gab er offen zu, ohne dabei den Fokus auf die kommende Aufgabe zu verlieren: "Auf dem Platz zu stehen - das ist es, worum es im Fußball geht. Ich bin in guter Form, habe gut trainiert und freue mich auf die Einsatzminuten."


Rönnow will gegen Lazio "in guter Form sein"


Das Spiel gegen Lazio Rom wird seine zweite Bewährungschance auf internationaler Bühne. Bereits im dritten Gruppenspiel gegen Apollon Limassol durfte er aufgrund von muskulären Problemen Trapps zwischen die Pfosten und hielt seinen Kasten dabei sauber. Dass es womöglich sein letzter Einsatz in diesem Jahr wird, stört ihn dabei nicht: "Ich fokussiere mich auf die Arbeit auf dem Rasen. Es liegt nicht in meiner Hand, was im Klub gerade passiert. Ich muss in guter Form sein, wenn ich spielen darf. Das ist die Hauptsache."


Auch einen Abgang im Winter will er nicht forcieren. Stattdessen wolle er "Tag für Tag" an sich arbeiten, die nächsten Schritte gehen und sich weiterhin an die Begebenheiten in Deutschland anpassen. Doch ob er sich auf Dauer durchsetzen kann, hängt vor allem davon ab, wie die Verantwortlichen von Paris St. Germain über Trapps Zukunft entscheiden werden und ob sich die Eintracht einen Transfer leisten kann.