Wenn Benjamin Pavard mit einem Verein in Verbindung gebracht wird, dann ist es der ​FC Bayern München. Der Weltmeister und gegenwärtige Abwehrspieler des ​VfB Stuttgart hält sich über seine Zukunft bedeckt, soll laut Sky allerdings in jedem Fall einen Wechsel zum Rekordmeister bevorzugen. Wie nun berichtet wird, soll er sogar auf einen Transfer im Winter drängen.  


Dass die Bayern seit geraumer Zeit an Pavard interessiert sind, ist ein offenes Geheimnis. Ebenso liebäugeln auch viele andere Vereine mit einer Verpflichtung des 22-Jährigen. Im Sommer darf der Franzose die Stuttgarter für eine Ausstiegsklausel in Höhe von 35 Millionen Euro verlassen, weshalb die Interessenten in den kommenden Monaten Schlange stehen dürften.


Allerdings heißt es immer wieder, dass sich Pavard in der Bundesliga wohlfühle und die Chancen auf einen Wechsel ins Ausland daher gering seien. Schon kurz nach der Weltmeisterschaft wurde über eine angebliche ​vorzeitige Einigung mit dem FC Bayern München berichtet - doch nun soll der Abwehrspieler, ​der bereits während des Turniers in Russland mit den Münchnern Gespräche geführt haben soll, Informationen von Sky zufolge schon im Winter Stuttgart verlassen und an die Isar wechseln wollen.


Als Hauptgründe dafür wurden die anhaltende sportliche Talfahrt, die steigende Unruhe innerhalb des Vereins sowie die Entlassung von Tayfun Korkut genannt. Auch Borussia Dortmund zeige immer wieder Interesse, doch schon längst habe sich Pavard für den Branchenprimus aus München entschieden.

VfB Stuttgart v Fortuna Duesseldorf - Bundesliga

  Soll bereits im Winter das Weite suchen: Benjamin Pavard


Durchaus realistisch erscheint ein Transfer dadurch, dass Sportdirektor Hasan Salihamidzic Neuzugänge im Januar ​keineswegs ausschließt. Handlungsbedarf bestünde in der Defensive ohnehin: Nach der Versetzung von ​Joshua Kimmich in das zentrale Mittelfeld stehen Trainer Niko Kovac mit David Alaba und Rafinha nur noch zwei Außenverteidiger zur Verfügung. Pavard kann in der Defensive jede Position bekleiden, und agierte so auch bei Frankreichs WM-Triumph als Rechtsverteidiger - so wie auch schon unter Korkuts Vorgänger Hannes Wolf.


Kein konkreter Stand der Dinge


Allerdings greift die Ausstiegsklausel erst im Sommer, die Kosten für einen Wintertransfer dürften daher deutlich höher ausfallen. ​Zudem fällt Pavard bis zum Jahresende aus und erweitert somit das Lazarett der Schwaben, die speziell in der Abwehr mit großen Personalproblemen zu kämpfen haben. Dennoch dürfte auch für die Verantwortlichen des VfB ein Verkauf im Winter Sinn machen. Die hohe Ablösesumme könnte in Neuzugänge investiert werden, um die Mannschaft spätestens in der Rückrunde aus der Abstiegsregion zu führen. 


Wenn man Karl-Heinz Rummenigge Glauben schenken mag, scheinen diese Spekulationen allerdings weit von der Realität entfernt zu sein: "Ich bin ein Freund der Kompetenzen und Hasan (Salihamidzic, Sportdirektor des FC Bayern, Anm. d. Red.) arbeitet an gewissen Dingen. Ob da schon was im Januar stattfindet, das steht noch nicht so ganz fest." Erst wenn sich etwas Konkretes ergeben sollte, so der Vorstandsvorsitzende, werde 'Brazzo' "sicherlich zu Uli Hoeneß und mir kommen und die Dinge mit uns besprechen".


VfB-Sportvorstand Michael Reschke teilte auf Nachfrage der Sport Bild zunächst mit, dass es "keinerlei Überlegungen" gibt, Pavard im Winter abzugeben - doch was soll er auch anderes sagen?